Smartphones, Tablets, Fernseher, Smarthomegeräte, Apple TV, Spielkonsolen, Alexa und Google Nest – alle verbinden sich in eurem Zuhause mit dem WLAN. Das führt dazu, dass ihr kaum noch Überblick über die Geräte und Dienste im Netzwerk bekommt. Abhilfe kann hier die App iNet Pro für iOS schaffen.
Die Herausforderung im Netzwerk sind meist die nicht sprechenden Namen der Netzwerkgeräte. Nur wenige Geräte identifizieren sich mit nachvollziehbaren Namen wie „Fritz!Box“ oder „Apple TV“ im Netzwerk. Oft seht ihr nur die MAC-Adresse (die weltweit einmalige Hardwareadresse des Geräts) oder die IP-Adresse im Netzwerk. Das macht das Identifizieren eines potentiellen Sicherheitslecks nicht einfacher.
Netzwerkanalyse leicht gemacht
In der App klickt ihr im Übersichtsmenü auf Netzwerkscanner, um eine Analyse eures WLANs zu starten. Die App zeigt euch nun alle gefundenen Geräte an, entweder mit deren Namen oder mit der IP-Adresse. Darunter findet ihr auch die Zahl der Dienste, die das jeweilige Gerät bereitstellt. Klickt auf ein Gerät, beispielsweise auf eines, das ihr nicht kennt. Unter Weitere Informationen zeigt die App euch weitere bekannte Infos zum Gerät an. Da wird dann schnell aus einer unleserlichen Zeichenkette ein Drucker mit Modellnamen oder eine Webcam!
Klickt unten in der Übersicht auf Scanne nach offenen Ports, um eine Übersicht der Netzwerkports zu bekommen, über die das Gerät aus dem Netzwerk erreichbar ist. Diese könnt – und solltet – ihr abschalten, wenn sie nicht nötig sind. Dazu müsst ihr die jeweilige Konfigurationsoberfläche des Gerätes aufrufen.
Sicherheit beginnt mit dem Überblick
Gerade in Zeiten von Homeoffice und Smart Home ist die Netzwerksicherheit wichtiger denn je. Wenn ihr nicht wisst, welche Geräte sich in eurem WLAN tummeln, könnt ihr auch keine angemessenen Sicherheitsmaßnahmen treffen. iNet Pro hilft dabei, unbekannte Geräte zu identifizieren und potentielle Sicherheitslücken aufzuspüren.
Besonders hilfreich ist die Funktion zur Geräteerkennung: Die App nutzt eine umfangreiche Datenbank, um anhand der MAC-Adresse den Hersteller und oft sogar das genaue Gerätemodell zu identifizieren. So wird aus „192.168.1.23“ plötzlich „Samsung Smart TV“ oder aus einer kryptischen Bezeichnung ein konkreter HP-Drucker.
Moderne Netzwerkbedrohungen erkennen
Die App zeigt auch verdächtige Aktivitäten auf: Geräte, die unerwartet viele Ports öffnen, unbekannte Services anbieten oder sich ungewöhnlich verhalten. Gerade IoT-Geräte wie smarte Glühbirnen, Überwachungskameras oder Sprachassistenten sind oft schlecht abgesichert und werden zur Eintrittspforte für Angreifer.
Bei der Portanalyse solltet ihr besonders auf offene Ports wie 22 (SSH), 23 (Telnet) oder 80 (HTTP) achten. Diese ermöglichen oft direkten Zugriff auf Geräte und sollten nur geöffnet sein, wenn ihr sie tatsächlich benötigt. Viele Router bieten inzwischen auch Funktionen zur automatischen Geräte-Isolation oder Gast-Netzwerke, um kritische IoT-Geräte vom Rest des Netzwerks zu trennen.
Netzwerk-Monitoring als Routine
Macht die Netzwerkanalyse zur regelmäßigen Routine. Einmal pro Monat einen Scan durchzuführen hilft dabei, neue oder veränderte Geräte zu entdecken. Besonders nach dem Kauf neuer Smart-Home-Geräte oder wenn Gäste euer WLAN genutzt haben, lohnt sich ein Check.
Die App bietet auch eine Verlaufsfunktion, mit der ihr Änderungen im Netzwerk über die Zeit verfolgen könnt. So seht ihr sofort, wenn neue Geräte auftauchen oder bekannte Geräte plötzlich andere Services anbieten.
Praktische Tipps für mehr Sicherheit
Einige konkrete Empfehlungen: Ändert die Standard-Passwörter aller Netzwerkgeräte, aktiviert WPA3-Verschlüsselung am Router und trennt kritische Geräte in separate Netzwerksegmente. Besonders wichtig: Haltet Firmware von Router und IoT-Geräten aktuell – viele Hersteller schließen regelmäßig Sicherheitslücken.
Für Profis bietet iNet Pro auch erweiterte Features wie Wake-on-LAN, Ping-Tests und detaillierte Netzwerk-Diagnosen. Die Investition in die Pro-Version lohnt sich definitiv, wenn ihr euer Heimnetzwerk ernst nehmt und professionell absichern wollt.
Zuletzt aktualisiert am 22.02.2026






