Internet Explorer ist tot: Das Ende einer Browser-Ära

von | 21.11.2013 | Tipps

Der Internet Explorer ist Geschichte – Microsoft hat ihn 2022 endgültig zu Grabe getragen. Nach über 25 Jahren Dienst ist Schluss mit dem Browser, der einst das Web dominierte. Doch was bedeutet das für euch, und welche Alternativen gibt es?

Microsoft beendete am 15. Juni 2022 den Support für den Internet Explorer 11 – die letzte Version des Browsers, der 1995 das Licht der Welt erblickte. Damit ist eine Ära zu Ende gegangen. Der IE war jahrelang Marktführer, wurde aber zunehmend von modernen Browsern wie Chrome, Firefox, Safari und Edge abgehängt.

Warum musste der Internet Explorer sterben? Die Antwort ist einfach: Er war technisch hoffnungslos veraltet. Moderne Webstandards wie HTML5, CSS3 oder JavaScript-Frameworks liefen oft schlecht oder gar nicht. Entwickler fluchten über fehlende Unterstützung für aktuelle Web-APIs, langsame Performance und Sicherheitslücken.

Microsoft selbst drängte schon seit Jahren darauf, dass Nutzer auf Edge umsteigen. Der moderne Browser basiert seit 2020 auf Chromium – der gleichen Open-Source-Engine wie Google Chrome. Das macht Edge deutlich schneller, sicherer und kompatibler mit modernen Webseiten.

Für Unternehmen gibt es allerdings eine Ausnahme: Der IE-Modus in Microsoft Edge. Damit können Firmen alte Intranet-Anwendungen oder Legacy-Webseiten weiterhin nutzen, die speziell für den Internet Explorer entwickelt wurden. Microsoft will diesen Modus bis mindestens 2029 unterstützen – eine Gnadenfrist für veraltete Business-Anwendungen.

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Welche Browser-Alternativen habt ihr heute? Die Auswahl ist riesig:

Microsoft Edge ist die offizielle IE-Alternative von Microsoft. Der Browser kommt standardmäßig mit Windows 11 und bietet Features wie integrierte Shopping-Tools, Passwort-Manager und einen praktischen Split-Screen-Modus. Edge synchronisiert sich nahtlos mit eurem Microsoft-Konto.

Google Chrome dominiert mit über 65% Marktanteil weltweit. Der Browser punktet mit Geschwindigkeit, umfangreicher Extension-Bibliothek und perfekter Integration in Googles Ökosystem. Allerdings ist Chrome bekannt dafür, viel Arbeitsspeicher zu verbrauchen.

Mozilla Firefox ist der Datenschutz-Champion unter den Browsern. Firefox blockiert standardmäßig Tracking-Scripts und bietet erweiterte Privatsphäre-Einstellungen. Der Browser wird von einer Non-Profit-Organisation entwickelt und ist komplett Open Source.

Safari ist Apples Hausbrowser und auf Mac sowie iPhone/iPad vorinstalliert. Safari ist besonders energieeffizient und bietet starke Datenschutz-Features wie Intelligent Tracking Prevention.

Brave geht noch einen Schritt weiter beim Datenschutz: Der Browser blockiert standardmäßig alle Werbung und Tracker. Als Belohnung erhaltet ihr BAT-Token (Basic Attention Token), wenn ihr euch freiwillig Werbung anzeigen lasst.

Opera bietet eingebaute VPN-Funktion, Ad-Blocker und praktische Features wie Workspaces zum Organisieren eurer Tabs. Opera GX richtet sich speziell an Gamer mit RGB-Beleuchtung und Ressourcen-Limitierung.

Was solltet ihr beim Browser-Wechsel beachten? Zunächst könnt ihr eure Bookmarks, Passwörter und andere Daten problemlos importieren. Alle modernen Browser bieten Import-Assistenten, die den Umzug kinderleicht machen.

Sicherheit sollte oberste Priorität haben. Achtet darauf, dass euer neuer Browser automatische Updates erhält und moderne Sicherheits-Features wie Phishing-Schutz bietet. Der Internet Explorer war zuletzt ein Sicherheitsrisiko – moderne Browser sind deutlich sicherer.

Performance ist ein weiterer wichtiger Punkt. Aktuelle Browser laden Webseiten deutlich schneller als der alte IE und unterstützen moderne Web-Standards vollständig. Das bedeutet bessere Darstellung von Webseiten und weniger Kompatibilitätsprobleme.

Für Entwickler ist das Ende des IE ein Segen. Sie müssen keine speziellen Workarounds mehr programmieren und können moderne Web-Technologien ohne Einschränkungen nutzen. Das führt zu besseren, schnelleren Webseiten für alle Nutzer.

Fazit: Das Ende des Internet Explorer war überfällig. Modern Browser bieten bessere Sicherheit, Performance und Features. Der Umstieg ist unkompliziert und bringt nur Vorteile. Welcher Browser der richtige für euch ist, hängt von euren Prioritäten ab – Datenschutz, Performance, Integration oder spezielle Features.

Zuletzt aktualisiert am 20.04.2026