iPhone-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen

von | 28.05.2015 | iOS

Das iPhone hat sich längst zur Profi-Kamera in der Hosentasche entwickelt. Während frühere Modelle Videos standardmäßig mit 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen haben, bieten moderne iPhones deutlich mehr Flexibilität bei der Videoaufnahme. Von 60 FPS bis hin zu beeindruckenden 4K ProRes-Videos – die Möglichkeiten sind vielfältiger geworden.

Welche iPhones unterstützen 60 FPS?

Seit dem iPhone 6 könnt ihr Videos mit 60 Bildern pro Sekunde in Full HD aufnehmen. Die neueren Modelle ab iPhone 12 Pro gehen noch weiter und ermöglichen sogar 4K-Aufnahmen mit 60 FPS. Das iPhone 15 Pro und iPhone 16 Pro unterstützen zusätzlich Action Mode für stabilere Aufnahmen und Cinematic Mode in 4K.

60 FPS aktivieren – so geht’s

Die höhere Bildrate ist nicht standardmäßig aktiviert, da sie deutlich mehr Speicherplatz verbraucht. Um sie einzuschalten, öffnet ihr die Einstellungs-App und navigiert zu „Kamera“ > „Video aufnehmen“. Dort könnt ihr zwischen verschiedenen Auflösungen und Bildraten wählen:

  • 1080p HD mit 30 fps
  • 1080p HD mit 60 fps
  • 4K mit 24 fps (cineastisch)
  • 4K mit 30 fps
  • 4K mit 60 fps (bei neueren Modellen)

Bei Pro-Modellen findet ihr zusätzlich die Option für ProRes-Aufnahmen, die allerdings enormen Speicherplatz benötigen – bis zu 6 GB pro Minute bei 4K ProRes.

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Wann lohnt sich 60 FPS?

60 Bilder pro Sekunde sind nicht immer die beste Wahl. Die höhere Bildrate eignet sich besonders für:

  • Sportaufnahmen: Schnelle Bewegungen werden flüssiger dargestellt
  • Action-Szenen: Weniger Bewegungsunschärfe bei dynamischen Aufnahmen
  • Zeitlupen: 60 FPS-Material lässt sich besser für Slow-Motion-Effekte nutzen
  • Gaming-Content: Für flüssige Gameplay-Aufnahmen

Für alltägliche Videos, Interviews oder cineastische Aufnahmen sind hingegen 24 oder 30 FPS oft die bessere Wahl, da sie natürlicher wirken und weniger Speicher verbrauchen.

Speicherplatz im Blick behalten

Der größte Nachteil von 60 FPS ist der Speicherverbrauch. Eine Minute 4K-Video mit 60 FPS kann bis zu 400 MB groß werden – doppelt so viel wie bei 30 FPS. Bei längeren Aufnahmen füllt sich euer iPhone-Speicher schnell. Überlegt euch daher vorher, ob die höhere Bildrate wirklich notwendig ist.

Neue Features bei aktuellen iPhones

Die iPhone 15 und 16 Serie bringt weitere Verbesserungen mit:

  • Action Mode: Automatische Stabilisierung bei actionreichen Aufnahmen
  • Cinematic Mode in 4K: Porträtmodus für Videos mit Tiefenschärfe-Effekt
  • ProRes und ProRAW: Professionelle Formate für maximale Nachbearbeitungsqualität
  • Verbesserte Nachtaufnahmen: Auch bei schwachem Licht bessere 60 FPS-Performance

Tipps für bessere 60 FPS-Videos

Um das Beste aus euren 60 FPS-Aufnahmen herauszuholen:

  1. Ausreichend Licht: Höhere Bildraten benötigen mehr Licht für optimale Qualität
  2. Stabile Haltung: Verwackler fallen bei 60 FPS stärker auf
  3. Kurze Clips: Plant eure Aufnahmen, um Speicherplatz zu schonen
  4. Nachbearbeitung: Apps wie iMovie oder LumaFusion nutzen 60 FPS-Material optimal aus

Fazit

60 FPS-Videos am iPhone sind ein mächtiges Werkzeug für alle, die Wert auf flüssige, professionell wirkende Aufnahmen legen. Die Aktivierung ist simpel, aber überlegt vorher, ob ihr den zusätzlichen Speicherverbrauch in Kauf nehmen wollt. Für alltägliche Videos reichen 30 FPS meist völlig aus – bei Action und Sport macht die höhere Bildrate aber definitiv einen sichtbaren Unterschied.

Zuletzt aktualisiert am 14.04.2026