Kachel-Ordner erstellen: Windows-Startmenü clever organisieren

von | 07.03.2017 | Windows

Ordnung ins Chaos bringen? Wer ein Android-Smartphone oder iPhone nutzt, kennt das bereits: Apps lassen sich praktisch in Ordnern gruppieren. Diese nützliche Funktion gibt es längst auch in Windows – und zwar schon seit dem Windows 10 Creators Update von 2017. Auch Windows 11 unterstützt diese praktische Organisationsmethode für das Startmenü.

Kachel-Ordner erstellen ist kinderleicht und dauert nur wenige Sekunden. Hier die Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Als Erstes unten links auf den Start-Button klicken oder die Windows-Taste drücken.
  2. Jetzt die erste Kachel, die mit einer anderen in einem Ordner abgelegt werden soll, mit der Maus anklicken und dabei die Maustaste gedrückt halten.
  3. Diese Kachel wird jetzt auf die zweite Kachel gezogen und dort fallen gelassen.

Dadurch erstellt Windows automatisch einen sogenannten Kachel-Ordner. Dieser lässt sich bei Bedarf zu- und wieder aufklappen.

Ordner benennen und anpassen

Nach der Erstellung könnt ihr den Ordner individuell anpassen. Klickt einfach auf den neu erstellten Ordner und dann auf das Textfeld oberhalb der enthaltenen Apps. Hier lässt sich ein aussagekräftiger Name eingeben – etwa „Office“, „Spiele“ oder „Multimedia“.

Weitere Apps hinzufügen

Ein Ordner mit nur zwei Apps? Das muss nicht so bleiben. Weitere Programme lassen sich jederzeit hinzufügen: Einfach die gewünschte App per Drag & Drop auf den bestehenden Ordner ziehen. Windows fügt sie automatisch hinzu.

Apps aus Ordnern entfernen

Solltet ihr eine App wieder aus dem Ordner herausnehmen wollen, ist auch das problemlos möglich. Öffnet den Ordner durch Anklicken, klickt die gewünschte App an und zieht sie einfach heraus ins Startmenü. Bleibt nur noch eine App im Ordner übrig, löst Windows diesen automatisch auf.

Startmenü-Organisation in Windows 11

Während Windows 10 noch auf die klassischen Live-Kacheln setzte, hat Microsoft in Windows 11 das Design komplett überarbeitet. Das Startmenü wirkt aufgeräumter und moderner. Die Ordner-Funktion funktioniert aber nach demselben Prinzip – nur optisch ansprechender.

In Windows 11 erscheinen die Ordner als kleine Kreise mit mehreren App-Symbolen darin. Ein Klick darauf öffnet den Ordner und zeigt alle enthaltenen Programme an. Die Bedienung bleibt intuitiv: Drag & Drop zum Hinzufügen, Herausziehen zum Entfernen.

Praktische Anwendungsfälle

Kachel-Ordner eignen sich besonders gut für thematische Gruppierungen. Hier einige bewährte Beispiele:

  • Office & Produktivität: Word, Excel, PowerPoint, Teams
  • Multimedia: Spotify, VLC, Photoshop, Canva
  • Gaming: Steam, Epic Games, Discord, OBS
  • Entwicklung: Visual Studio Code, Git, Docker, Postman
  • Social Media: WhatsApp Desktop, Telegram, Twitter

Alternative: Taskleiste und Desktop

Neben der Startmenü-Organisation könnt ihr häufig genutzte Programme auch in der Taskleiste anheften oder Desktop-Verknüpfungen erstellen. Für Programme, die ihr täglich verwendet, ist die Taskleiste oft praktischer – ein einziger Klick genügt.

Für seltener genutzte Tools sind Startmenü-Ordner hingegen ideal. Sie halten das Interface aufgeräumt, ohne dass ihr auf schnellen Zugriff verzichten müsst.

Produktivitäts-Tipp für Power-User

Profis nutzen oft eine Kombination aus verschiedenen Organisationsmethoden: Die wichtigsten drei bis vier Programme landen in der Taskleiste, thematische Gruppen werden in Startmenü-Ordnern sortiert, und für alles andere gibt es die Windows-Suche. Einfach Windows-Taste drücken und den Programmnamen tippen – meist schneller als jedes Menü.

Fazit

Kachel-Ordner sind ein unterschätztes Feature, das bei der täglichen Arbeit viel Zeit sparen kann. Einmal eingerichtet, findet ihr eure Programme deutlich schneller. Besonders bei vielen installierten Anwendungen sorgen thematische Ordner für den nötigen Überblick. Probiert es aus – nach wenigen Minuten Setup habt ihr ein deutlich aufgeräumteres und effizienteres Startmenü.

Zuletzt aktualisiert am 03.04.2026