Kontakte aus der Outlook-Vorschlagsliste entfernen

von | 25.04.2022 | Office

Einer Eurer Kontakte hat die E-Mail-Adresse gewechselt. In Outlook habt Ihr das hinterlegt, aber trotzdem kommt in der Vorschlagsliste die alte Adresse? Das könnt Ihr verhindern!

Nicht jeder E-Mail-Empfänger ist in den Kontakten gespeichert. Das fällt gar nicht so sehr auf, denn Outlook lernt von Euren E-Mails: Empfänger, die Ihr benutzt, wandern in eine Liste, die so genannte Autovervollständigen-Liste. Auch wenn ein Kontakt geändert wird, bleibt die alte Adresse in dieser Liste drin, schließlich habt Ihr sie einmal benutzt.

Das könnt Ihr mit einem Klick verhindern: Wenn Ihr einen Teil des Namens eingebt, dann sucht sich Outlook die passenden Adressen aus dieser Liste heraus. Rechts von jedem Eintrag findet Ihr ein kleines Kreuz: Sobald Ihr darauf klickt, wird die Adresse aus der Liste gelöscht.

Outlook 365 und die Cloud-Integration

Seit Microsoft 365 verstärkt auf Cloud-Dienste setzt, synchronisiert sich die Autovervollständigen-Liste zwischen verschiedenen Geräten. Das bedeutet: Löscht Ihr eine Adresse am Desktop-PC, verschwindet sie auch in der Outlook-App auf dem Smartphone oder im Web-Client. Das ist praktisch, kann aber auch bedeuten, dass veraltete Adressen hartnäckiger im System hängen bleiben.

Komplette Verwaltung der AutoVervollständigen-Liste

Wenn Ihr verhindern wollt, dass die verwendeten E-Mail-Adressen überhaupt als Vorschläge verwendet werden, dann klickt in Outlook auf Datei > Optionen > E-Mail. Deaktiviert dann den Haken neben Beim Ausfüllen der Zeilen „An“, „CC“ und „BCC“ Namen mithilfe der AutoVervollständigen-Liste vorschlagen.

Um die bereits gespeicherten Adressen zu löschen, klickt im selben Bildschirm auf die Schaltfläche AutoVervollständigen-Liste leeren. Ihr könnt die Funktion jederzeit wieder einschalten.

Neue Outlook-App: Andere Wege, gleiches Ziel

Microsoft hat 2025 die neue Outlook-App für Windows 11 eingeführt, die das klassische Outlook ersetzen soll. Hier läuft die Adressverwaltung etwas anders: Die AutoVervollständigen-Funktion ist tiefer in die Microsoft Graph-API integriert und bezieht auch Vorschläge aus Teams-Chats und anderen Microsoft-Diensten ein.

In der neuen App findet Ihr die Einstellungen unter Einstellungen > E-Mail > Verfassen und Antworten. Dort könnt Ihr die „Intelligenten Vorschläge“ deaktivieren oder einzelne Quellen ausschließen.

Datenschutz und Sicherheit beachten

Als Entscheidungshilfe kann hier dienen, ob Euer Outlook auch von anderen Anwendern genutzt wird und diese nicht versehentlich sehen sollen, an wen Ihr E-Mails geschickt habt. Das Löschen einer gesendeten E-Mail löscht die Adresse nicht aus der Vorschlagsliste – ein wichtiger Punkt für Datenschutz und Vertraulichkeit.

Besonders in Unternehmen oder geteilten Umgebungen solltet Ihr regelmäßig die AutoVervollständigen-Liste bereinigen. Denn diese kann schnell hunderte von Einträgen enthalten, darunter auch E-Mail-Adressen von ehemaligen Kollegen, Kunden oder Projekten.

Profi-Tipp: Selektives Löschen per Registry

Für Power-User gibt es auch die Möglichkeit, über die Windows-Registry gezielt bestimmte Einträge zu entfernen, ohne die komplette Liste zu löschen. Das ist allerdings nur für erfahrene Nutzer zu empfehlen und sollte mit Vorsicht durchgeführt werden.

Mobile Apps und Webversionen

Auch in der Outlook-App für iOS und Android sowie in Outlook.com im Browser sammeln sich AutoVervollständigen-Einträge an. Diese könnt Ihr dort ebenfalls einzeln löschen – tippt einfach auf das X-Symbol neben dem entsprechenden Eintrag.

Die Synchronisation zwischen allen Plattformen sorgt dafür, dass Änderungen überall wirksam werden. Allerdings kann es einige Minuten dauern, bis die Aktualisierung auf allen Geräten angekommen ist.

Zuletzt aktualisiert am 22.02.2026