Lästige Google-Werbung schließen

von | 27.04.2018 | Internet

Wer im Internet surft, sieht zwangsläufig auch Werbung. Dabei achten Anbieter von Werbung normalerweise darauf, dass die Publisher fair spielen – und mit den Anzeigen nicht etwa den Inhalt von Webseiten zudecken. Ist eine Werbung besonders lästig oder gar im Weg, kann man dies als Nutzer Google direkt mitteilen.

Denn dazu bietet jede Google-Anzeige ein kleines X-Symbol oder einen „Anzeige schließen“-Button. Es befindet sich meist in der oberen rechten Ecke der jeweiligen Werbefläche. Hier die Schritte zum Entfernen von Werbung:

  1. Zunächst die Webseite öffnen, auf der die Werbung zu sehen ist.
  2. Nun auf das kleine X-Symbol oder den Schließen-Button klicken (siehe Foto).
  3. Google möchte daraufhin meist noch wissen, was mit der Anzeige nicht stimmt – etwa „Repetitiv“, „Irrelevant“ oder „Unangemessen“.
  4. Sobald man das Feedback abgegeben hat, schließt Google die Werbung.

Warum das Feedback wichtig ist

Googles Algorithmus lernt aus eurem Verhalten. Schließt ihr regelmäßig bestimmte Anzeigentypen, passt sich die Werbung entsprechend an. Das System berücksichtigt dabei nicht nur eure direkten Aktionen, sondern auch ähnliche Nutzerprofile. So entstehen weniger störende Werbeerlebnisse für alle.

Besonders effektiv ist das Feedback bei Video-Anzeigen auf YouTube, die ihr nach fünf Sekunden überspringen könnt. Klickt ihr häufig auf „Überspringen“ bei bestimmten Werbetypen, zeigt Google weniger davon an.

Moderne Alternativen zur Werbeblockierung

2026 gibt es deutlich bessere Lösungen als frühere Werbeblocker. Moderne Browser wie Chrome, Firefox und Safari bieten integrierte Tracking-Schutzfunktionen, die aufdringliche Werbung automatisch reduzieren, ohne komplette Websites zu brechen.

Chrome: Der Enhanced Safe Browsing-Modus blockiert nicht nur Malware, sondern auch besonders aggressive Werbeformate. Aktiviert findet ihr das unter Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit.

Firefox: Der Verbesserte Schutz vor Aktivitätenverfolgung ist standardmäßig aktiviert und blockiert Tracker sowie aufdringliche Werbung. Zusätzlich gibt es den „Strengen“ Modus für maximalen Schutz.

Safari: Intelligent Tracking Prevention (ITP) läuft automatisch und verhindert Cross-Site-Tracking, wodurch personalisierte Werbung reduziert wird.

Edge: Der Tracking-Schutz bietet drei Stufen und blockiert auf der „Ausgewogen“-Einstellung bereits die meisten störenden Anzeigen.

Google Ads Einstellungen anpassen

Wer tiefer eingreifen möchte, kann direkt in den Google-Einstellungen die Werbepersonalisierung anpassen. Unter myaccount.google.com/data-and-privacy findet ihr den Bereich „Anzeigeneinstellungen“. Dort könnt ihr:

  • Personalisierte Werbung komplett deaktivieren
  • Bestimmte Werbethemen ausschließen
  • Demografische Daten für Werbung anpassen
  • Werbe-IDs zurücksetzen

Diese Einstellungen gelten für alle Google-Dienste, also auch YouTube, Gmail und die Suchmaschine.

KI-basierte Werbung verstehen

2026 nutzen Werbetreibende verstärkt KI-Systeme, um relevantere Anzeigen zu schalten. Das bedeutet: Die Werbung wird zielgenauer, aber auch subtiler. Achtet auf neue Werbeformate wie:

  • Native Ads: Werbung, die wie redaktioneller Inhalt aussieht
  • Interaktive Anzeigen: Werbung mit Umfragen oder Mini-Spielen
  • Contextual Advertising: Werbung, die perfekt zum Seiteninhalt passt

Diese Formate sind oft schwerer zu erkennen, bieten aber meist auch weniger störende Nutzererlebnisse.

Mobile Werbung handhaben

Auf Smartphones funktioniert das Schließen von Werbung ähnlich wie am Desktop. Zusätzlich bieten iOS und Android systemweite Optionen:

iOS: Unter Einstellungen > Datenschutz & Sicherheit > Apple-Werbung könnt ihr personalisierte Anzeigen deaktivieren.

Android: In den Google-Einstellungen unter Anzeigen lässt sich die Werbe-ID zurücksetzen oder Opt-out aktivieren.

Fazit: Balance finden

Werbung finanziert das kostenlose Internet. Statt alles zu blockieren, ist es sinnvoller, störende Anzeigen gezielt zu melden und die eigenen Werbeeinstellungen anzupassen. So unterstützt ihr eure Lieblings-Websites, während ihr trotzdem ein angenehmes Surferlebnis habt.

Möchte man Werbung öfter bzw. generell beim Surfen im Internet reduzieren, kann sich ein Blick auf das Angebot der Werbeblocker-Add-ons für den genutzten Browser lohnen – allerdings solltet ihr dabei die oben genannten modernen Browser-Funktionen bevorzugen.

Zuletzt aktualisiert am 10.03.2026