Browser-Wechsel gehört zum digitalen Alltag – und damit auch der Umzug eurer wertvollen Lesezeichen und Favoriten. Microsoft hat in den letzten Jahren den Edge-Browser komplett neu aufgestellt und auf Chromium-Basis entwickelt. Das macht vieles besser, auch den Import von Lesezeichen aus anderen Browsern wie Mozilla Firefox.
Der moderne Edge-Browser importiert mühelos eure Firefox-Lesezeichen, Passwörter und sogar Browserdaten. Das funktioniert sowohl beim ersten Start als auch später über die Einstellungen. Microsoft hat die Import-Funktion seit den Anfangstagen von Edge Legacy massiv verbessert.
Lesezeichen aus Firefox importieren – so geht’s
Öffnet Microsoft Edge und klickt auf die drei Punkte (⋯) in der oberen rechten Ecke. Wählt „Einstellungen“ aus dem Menü. In der linken Seitenleiste findet ihr den Punkt „Profile“ – klickt darauf. Scrollt nach unten bis „Browserdaten importieren“ und klickt auf „Browserdaten von anderen Browsern importieren“.
Jetzt seht ihr eine Liste verfügbarer Browser. Edge erkennt automatisch, welche Browser auf eurem System installiert sind – neben Firefox auch Chrome, Safari (auf Mac), Opera und andere Chromium-Browser. Wählt „Mozilla Firefox“ aus der Liste.
Ihr könnt jetzt auswählen, was importiert werden soll: Favoriten/Lesezeichen, Gespeicherte Passwörter, Zahlungsinfos, Browserverlauf, Einstellungen und geöffnete Tabs. Standardmäßig sind alle Optionen aktiviert – ihr könnt aber gezielt abwählen, was ihr nicht braucht.
Automatischer Import beim ersten Start
Noch einfacher wird’s, wenn ihr Edge zum ersten Mal startet. Der Browser bietet dann automatisch an, Daten aus anderen installierten Browsern zu importieren. Das ist besonders praktisch, wenn ihr komplett von Firefox zu Edge wechseln wollt.
Der Setup-Assistent scannt euer System nach installierten Browsern und zeigt alle verfügbaren Datenquellen an. Ihr könnt sogar mehrere Browser gleichzeitig auswählen und deren Daten zusammenführen lassen.
Was passiert mit den importierten Lesezeichen?
Die Firefox-Lesezeichen landen in einem eigenen Ordner namens „Aus Firefox importiert“ in eurer Edge-Favoritenleiste. Das verhindert Chaos in eurer bestehenden Favoritenstruktur. Ihr könnt die Lesezeichen später beliebig reorganisieren, umbenennen oder in andere Ordner verschieben.
Besonders praktisch: Edge behält die Ordnerstruktur eurer Firefox-Lesezeichen bei. Wenn ihr in Firefox thematische Ordner angelegt habt, bleiben diese erhalten.
Sync und Cloud-Integration
Ein großer Vorteil des modernen Edge: Die importierten Lesezeichen werden automatisch mit eurem Microsoft-Konto synchronisiert, falls ihr angemeldet seid. Das bedeutet, sie stehen auf allen euren Geräten zur Verfügung – PC, Smartphone, Tablet.
Die Sync-Funktion umfasst nicht nur Lesezeichen, sondern auch Passwörter, Einstellungen und sogar geöffnete Tabs. Ihr könnt auf dem Handy ein Tab öffnen und am Desktop weiterarbeiten.
Mehrfach-Import und Updates
Ihr könnt den Import-Vorgang beliebig oft wiederholen. Das ist nützlich, wenn ihr parallel beide Browser nutzt und neue Lesezeichen in Firefox hinzugefügt habt. Edge erstellt dann einen neuen Import-Ordner mit Zeitstempel.
Allerdings gibt es keinen automatischen Sync zwischen Firefox und Edge. Wenn ihr Lesezeichen in Firefox ändert, müsst ihr den Import manuell wiederholen.
Troubleshooting: Wenn der Import nicht klappt
Manchmal erkennt Edge Firefox nicht automatisch. Das liegt meist daran, dass Firefox nicht im Standard-Verzeichnis installiert ist oder eine portable Version läuft. In diesem Fall könnt ihr Firefox-Lesezeichen manuell exportieren und in Edge importieren.
Öffnet Firefox, geht zu „Lesezeichen“ → „Alle Lesezeichen anzeigen“ → „Importieren und Sichern“ → „Lesezeichen nach HTML exportieren“. Die HTML-Datei könnt ihr dann in Edge über „Favoriten importieren“ einlesen.
Edge vs. Firefox: Die wichtigsten Unterschiede
Der Wechsel von Firefox zu Edge bringt einige Vorteile mit sich: Bessere Windows-Integration, geringerer Speicherverbrauch und schnellere Performance auf Microsoft-Systemen. Edge unterstützt außerdem Progressive Web Apps (PWAs) besser und bietet Features wie Collections zum Sammeln und Organisieren von Webinhalten.
Dafür punktet Firefox mit stärkerem Datenschutz, mehr Anpassungsmöglichkeiten und echter Unabhängigkeit von großen Tech-Konzernen. Die Wahl hängt von euren Prioritäten ab.
Der Import-Prozess ist jedenfalls so einfach geworden, dass ihr problemlos testen könnt, ob Edge als Firefox-Alternative für euch funktioniert. Eure Lesezeichen und Passwörter sind in wenigen Minuten übertragen – und bei Nichtgefallen könnt ihr genauso einfach zurückwechseln.
Zuletzt aktualisiert am 09.04.2026

