Migration von der Fritz!Box 7490 auf die 7590

von | 21.09.2020 | Internet

Auch das Leben einer Fritz!Box ist mal am Ende. Physisch, weil sie einfach nicht mehr funktioniert, oder technisch, weil sie bestimmte Leistungsmerkmale nicht mehr unterstützt. Beispielsweise beim Umstieg auf eine Gigabit-Leitung oder den neuesten WiFi-7-Standard, den ältere Modelle einfach nicht beherrschen. Statt jetzt alle Einstellungen manuell vorzunehmen, übernehmt ihr doch einfach die Konfiguration eurer alten Box!

Die Migration zwischen Fritz!Box-Modellen ist heute deutlich unkomplizierter als früher, aber ein paar Stolpersteine lauern noch immer. Der häufigste: Eure alte Fritz!Box läuft mit Fritz!OS 7.80 oder neuer, die neue Box kommt aber mit einer älteren Firmware-Version daher. Damit kann die Sicherung nicht eingespielt werden, bevor die neue Box nicht auf den neuesten Stand gebracht wurde.

Vorbereitung: Sicherung der alten Fritz!Box

Bevor ihr die alte Box ausstöpselt, erstellt eine vollständige Sicherung. Meldet euch dazu in der Fritz!Box-Oberfläche an und navigiert zu System > Sicherung. Klickt auf Sichern und wartet, bis die Datei heruntergeladen wurde. Diese .export-Datei enthält alle eure Einstellungen: WLAN-Konfiguration, Portfreigaben, Telefonie-Settings, Smart-Home-Geräte und vieles mehr.

Wichtiger Tipp: Notiert euch auch die Fritz!OS-Version eurer alten Box. Die findet ihr unter System > Fritz!OS-Update. Diese Information braucht ihr später.

Die neue Fritz!Box vorbereiten

Jetzt kommt der knifflige Teil: Die neue Fritz!Box muss erst einmal online gebracht und aktualisiert werden, bevor sie die Sicherung der alten Box akzeptiert. Schließt die neue Box an euren Internetanschluss an und führt das grundlegende Setup durch – aber keine Sorge, das wird später alles überschrieben.

Sobald die Box online ist, prüft unter System > Fritz!OS-Update, welche Firmware-Version installiert ist. Ist sie älter als die eurer alten Box, müsst ihr ein Update durchführen. In den meisten Fällen erkennt die Fritz!Box automatisch, dass ein Update verfügbar ist.

Manuelle Firmware-Updates bei Problemen

Manchmal streikt die automatische Update-Funktion – besonders bei größeren Versionssprüngen. Dann hilft nur die manuelle Installation. Ladet die neueste Fritz!OS-Version von der AVM-Website herunter und installiert sie über System > Fritz!OS-Update > Datei auswählen. Dieser Prozess dauert etwa 10-15 Minuten, und die Box startet mehrmals neu.

Sicherung einspielen – so geht’s

Jetzt wird’s spannend: Navigiert zu System > Sicherung > Wiederherstellen. Klickt auf Datei auswählen und wählt die .export-Datei eurer alten Fritz!Box aus. Das System analysiert die Datei und zeigt euch zwei Optionen:

Vollständige Wiederherstellung: Alle Einstellungen werden 1:1 übernommen – das ist meist die beste Wahl. Die Fritz!Box verhält sich danach exakt wie die alte, nur mit den Vorteilen der neuen Hardware.

Benutzerdefinierte Wiederherstellung: Hier könnt ihr gezielt bestimmen, welche Bereiche übernommen werden sollen. Das ist sinnvoll, wenn ihr zum Beispiel die WLAN-Einstellungen neu konfigurieren wollt, um den WiFi-6E oder WiFi-7-Standard optimal zu nutzen.

Was wird übertragen – und was nicht?

Die meisten Einstellungen werden problemlos übertragen:
– WLAN-Konfiguration (Name, Passwort, Gastzugang)
– Portfreigaben und Firewall-Regeln
– Telefonie-Einstellungen und Rufnummern
– Smart-Home-Konfigurationen
– Benutzerkonten und Zugangsberechtigungen
– Kindersicherung und Zeitschaltungen

Achtung bei hardwarespezifischen Features: USB-Einstellungen für NAS-Funktionen oder Drucker müssen manchmal neu konfiguriert werden, besonders wenn die neue Box mehr oder andere USB-Anschlüsse hat.

Neue Features nutzen

Nach der erfolgreichen Migration ist der perfekte Zeitpunkt, um die neuen Möglichkeiten eurer Fritz!Box zu erkunden. Moderne Modelle wie die 7590 AX oder 7690 bieten WiFi-6E mit 6-GHz-Band, bessere Mesh-Integration und erweiterte Smart-Home-Features.

Schaut unter WLAN > Funknetz, ob neue Frequenzbände verfügbar sind. Das 6-GHz-Band ist besonders interessant für Geräte, die viel Bandbreite brauchen – Streaming, Gaming oder Video-Calls.

Troubleshooting häufiger Probleme

Manchmal klappt die Migration nicht auf Anhieb. Die häufigsten Ursachen:

„Sicherungsdatei ungültig“: Die neue Fritz!Box hat eine zu alte Firmware. Update durchführen und erneut versuchen.

„Teilweise Wiederherstellung fehlgeschlagen“: Meist harmlos – hardwarespezifische Einstellungen konnten nicht übertragen werden. Prüft die Logs unter System > Ereignisse.

WLAN-Probleme nach Migration: Bei einem Wechsel auf neuere WLAN-Standards kann es helfen, die WLAN-Einstellungen komplett neu zu konfigurieren statt sie zu übertragen.

Fazit: Migration leicht gemacht

Die Zeiten manueller Router-Konfiguration sind vorbei. Mit der richtigen Vorbereitung und dem Backup-Feature der Fritz!Box ist der Umstieg auf ein neues Modell in 30 Minuten erledigt. Wichtig ist nur: Firmware aktualisieren nicht vergessen, dann klappt auch die Sicherungswiederherstellung problemlos.

Zuletzt aktualisiert am 27.02.2026