Windows 11 kommt ohne Kacheln und viele Anwender sind gar nicht mal böse darum. Auch wenn Informationen und Verknüpfungen fehlen: Wir zeigen euch, wie ihr trotzdem schnell und effizient arbeitet!
Das Startmenü hat keine Kacheln mehr: Diese Nachricht hätte vor einigen Jahren wahre Begeisterungsstürme hervorgerufen. Windows 8 führte sie ein, Windows 10 nutzte sie immer noch intensiv für Informationen und Benachrichtigungen rund um Apps. Windows 11 macht damit radikal Schluss: Ein Startmenü gibt es immer noch, das allerdings enthält nur noch Symbole.

Die angepinnten Apps sind die, die ihr explizit im Startmenü haben wollt. Sucht eine App raus, dann klickt ihr mit der rechten Maustaste hinein und auf An Start anheften. Die Reihenfolge könnt ihr wie gewohnt durch Greifen mit der Maus und Verschieben verändern. Alle anderen Apps findet ihr alphabetisch sortiert unter Alle Apps.

Unter den angepinnten Apps findet ihr eine wilde Mischung aus Apps und Dateien. Die werden von Windows 11 für euch bestimmt: Was könnte euch interessieren? Welche App ist neu oder oft benutzt? Welche Dateien habt ihr gerade neu angelegt oder verändert? Wenn in dieser sich stetig verändernden und aus eurem Nutzungsverhalten lernenden Liste ein Element vorhanden ist, das ihr darin nicht sehen wollt, dann klickt es mit der rechten Maustaste an und auf Aus Liste entfernen.
Versteckte Features im neuen Startmenü
Das neue Startmenü von Windows 11 ist minimalistisch, aber nicht machtlos. Microsoft hat seit dem Launch kontinuierlich Verbesserungen eingebaut. Besonders praktisch: Ihr könnt jetzt auch Ordner im Startmenü erstellen. Zieht einfach eine App-Kachel auf eine andere und schon entsteht ein Ordner – ähnlich wie bei Android oder iOS.
Die Suchfunktion ist deutlich intelligenter geworden. Sie durchsucht nicht nur eure lokalen Dateien und Apps, sondern auch OneDrive, SharePoint und sogar das Web. Tippt einfach den Namen einer App oder Datei ein und Windows 11 findet sie meist sofort.
Widgets als Kachel-Ersatz
Was bei den Live Tiles verloren ging, hat Microsoft teilweise mit den Widgets kompensiert. Klickt auf das Widget-Symbol in der Taskleiste oder drückt Win+W für einen schnellen Überblick über Wetter, News, Kalender und mehr. Diese Widgets nutzen KI, um relevante Inhalte basierend auf eurem Nutzungsverhalten zu zeigen.
Die Widget-Auswahl ist mittlerweile deutlich gewachsen. Neben den Standard-Widgets von Microsoft gibt es auch welche von Drittanbietern wie Spotify, Adobe oder verschiedenen News-Portalen.
Startmenü personalisieren
Windows 11 lernt von eurem Verhalten, aber ihr könnt nachhelfen. In den Einstellungen unter „Personalisierung“ > „Start“ könnt ihr festlegen, ob kürzlich hinzugefügte Apps, meistverwendete Apps oder kürzlich geöffnete Elemente angezeigt werden sollen.
Besonders nützlich: Die „Empfohlenen Elemente“ lassen sich komplett ausschalten, wenn ihr den Platz lieber für mehr angepinnte Apps nutzen wollt. Dann habt ihr deutlich mehr Raum für eure wichtigsten Programme.
Tastatur-Shortcuts für Power-User
Das Startmenü ist nur eine Option. Power-User schwören auf diese Shortcuts:
- Win + X: Öffnet das erweiterte Benutzermenü mit System-Tools
- Win + R: Direkter Zugriff auf „Ausführen“-Dialog
- Win + S: Öffnet die Suche direkt
- Win + I: Springt direkt zu den Einstellungen
Die Kombination aus Windows-Taste und Tippen funktioniert auch weiterhin perfekt. Drückt die Windows-Taste und tippt direkt den Namen der gewünschten App – meist reichen schon die ersten Buchstaben.
Alternative Startmenüs
Wer das alte Windows 10-Startmenü vermisst, kann auf Tools wie StartAllBack oder Open-Shell setzen. Diese bringen die gewohnten Kacheln zurück und bieten mehr Anpassungsmöglichkeiten. Allerdings verliert ihr dann die neuen KI-Features und die verbesserte Integration mit Microsoft 365.
Fazit: Weniger ist mehr
Das kachellose Startmenü von Windows 11 ist Geschmackssache. Die einen vermissen die Live-Informationen, andere schätzen die aufgeräumte Optik. Fakt ist: Microsoft hat das Startmenü konsequent vereinfacht, aber gleichzeitig intelligenter gemacht. Die KI-gestützten Empfehlungen funktionieren erstaunlich gut, wenn man sie eine Weile nutzt.
Wer sich einmal an die neue Logik gewöhnt hat, arbeitet oft effizienter als zuvor. Das Startmenü wird weniger zur App-Sammlung und mehr zum intelligenten Sprungbrett für die aktuelle Arbeit.
Zuletzt aktualisiert am 24.02.2026