Microsoft OneDrive bietet im Jahr 2026 standardmäßig 5 GB kostenlosen Cloud-Speicher – eine Kapazität, die seit der großen Speicher-Kontroverse von 2016 unverändert geblieben ist. Damals hatte Microsoft die ursprünglich 15 GB große kostenlose Speichermenge auf die heutigen 5 GB reduziert, was zu heftigen Nutzerprotesten führte.
Heute konkurriert OneDrive in einem völlig veränderten Cloud-Markt. Google Drive bietet weiterhin 15 GB kostenlosen Speicher (allerdings geteilt zwischen Gmail, Drive und Google Photos), während Dropbox bei 2 GB geblieben ist. Apple iCloud startet ebenfalls mit 5 GB kostenlos.
Die entscheidende Frage für 2026: Lohnt sich OneDrive noch, oder gibt es bessere Alternativen?
OneDrive heute: Integration ist alles
Microsofts große Stärke liegt nach wie vor in der nahtlosen Integration ins Microsoft-Ökosystem. Wer Office 365 oder Microsoft 365 nutzt, bekommt automatisch erweiterten OneDrive-Speicher. Die Zusammenarbeit zwischen Word, Excel, PowerPoint und OneDrive funktioniert reibungslos – Dokumente werden automatisch gespeichert und synchronisiert.
Besonders praktisch: Die Versionsverwaltung. OneDrive speichert automatisch verschiedene Versionen eurer Dateien und lässt euch bei Bedarf zu älteren Ständen zurückkehren. Das Feature hat schon so manchen vor Datenverlust bewahrt.
KI-Features machen den Unterschied
Seit 2024 hat Microsoft massiv in KI-Features für OneDrive investiert. Die intelligente Suche findet nicht nur Dateinamen, sondern durchsucht auch Inhalte von PDFs, Bildern und sogar handschriftlichen Notizen. Copilot für OneDrive kann eure Dateien zusammenfassen, Präsentationen aus Dokumenten erstellen oder Bilder automatisch kategorisieren.
Die neuen „Smart Folders“ organisieren eure Dateien automatisch nach Projekten, Personen oder Themen. Machine Learning analysiert eure Arbeitsgewohnheiten und schlägt vor, welche Dateien ihr als nächstes brauchen könntet.
Sicherheit und Datenschutz
Microsoft hat in den letzten Jahren erheblich in die Sicherheit investiert. OneDrive verschlüsselt alle Daten sowohl bei der Übertragung als auch bei der Speicherung. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung ist Standard, und der „Personal Vault“ bietet zusätzlichen Schutz für sensible Dokumente.
Für Unternehmen gibt es erweiterte Compliance-Features und die Möglichkeit, Daten in bestimmten Regionen zu speichern – wichtig für DSGVO-Konformität.
Die Konkurrenz schläft nicht
Google Drive punktet 2026 mit seiner überlegenen Suchfunktion und der Integration in Google Workspace. Besonders die Echtzeit-Kollaboration funktioniert oft flüssiger als bei Microsoft. Dafür nervt die zunehmende Werbung und Datensammelei.
iCloud glänzt im Apple-Universum, bleibt aber für Windows- und Android-Nutzer umständlich. Dropbox hat sich auf Business-Features spezialisiert und bietet die beste plattformübergreifende Synchronisation.
Spannend sind neue Anbieter wie pCloud oder MEGA, die mehr kostenlosen Speicher oder bessere Verschlüsselung versprechen.
Speicher-Strategien für 2026
Die 5 GB OneDrive-Grundausstattung reichen heute kaum noch. Moderne Smartphone-Fotos sind größer, 4K-Videos fressen Speicher, und Home-Office hat unseren Datenverbrauch explodieren lassen.
Clever: Kombiniert verschiedene Dienste. Nutzt OneDrive für Office-Dokumente, Google Drive für Fotos (die Gesichtserkennung ist unschlagbar) und einen spezialisierten Dienst wie Backblaze für echte Backups.
Oder investiert in einen kostenpflichtigen Plan. Microsoft 365 Basic kostet 2,10€/Monat und bringt 100 GB OneDrive-Speicher plus Office-Apps. Google One startet bei 1,99€ für 100 GB.
Tipps zum Speicher sparen
Falls ihr bei den 5 GB bleiben wollt: OneDrive kann automatisch ältere Dateien nur in der Cloud speichern („Files On-Demand“). So habt ihr Zugriff auf alles, aber nur aktuelle Dateien belegen lokalen Speicher.
Die Foto-Synchronisation ist der größte Speicherfresser. Stellt sie auf „nur bei WLAN“ oder nutzt die intelligente Komprimierung.
Regelmäßige Aufräumaktionen helfen: OneDrive zeigt euch die größten Dateien und doppelte Inhalte an.
Fazit: OneDrive 2026
OneDrive ist erwachsen geworden. Die KI-Features sind beeindruckend, die Microsoft-Integration unschlagbar. Aber die 5 GB kostenlosen Speicher aus 2016 wirken heute lächerlich wenig.
Wer tief im Microsoft-Ökosystem steckt, kommt an OneDrive nicht vorbei. Alle anderen sollten die Konkurrenz prüfen – oder gleich zu einem bezahlten Plan greifen.
Zuletzt aktualisiert am 09.04.2026

