Mit der 2018er Serie der iPads hat Apple eine Hardware-Revolution eingeleitet, die heute Standard ist: Den Wechsel vom Lightning-Anschluss auf das universellere USB-C. Inzwischen nutzen fast alle iPad-Modelle (außer dem Basis-iPad) USB-C – ein Segen für die Kompatibilität mit bestehendem Zubehör. Wenn ihr bereits ein MacBook, PC oder Android-Smartphone mit USB-C besitzt, könnt ihr dessen Zubehör größtenteils auch am iPad nutzen.
Um aber die schlanke Ästhetik der iPads zu treffen, wurden spezielle Hub-Lösungen entwickelt. Das HyperDrive war einer der ersten USB-C-Hubs, die speziell für iPads designt wurden – mit USB-A, USB-C, SD, microSD und HDMI-Anschlüssen. Über 16.000 Unterstützer machten das Kickstarter-Projekt zum Erfolg, doch viele Käufer erlebten böse Überraschungen.

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Die Probleme von damals sind heute noch relevant – nicht nur beim HyperDrive, sondern bei vielen iPad-Hubs. Hier die häufigsten Stolperfallen:
Kompatibilitäts-Chaos bei verschiedenen iPad-Modellen
Trotz klarer Produktbeschreibungen kaufen viele den falschen Hub. Das HyperDrive und ähnliche Produkte funktionieren nur mit USB-C-iPads. Das betrifft heute:
– iPad Pro (alle Generationen seit 2018)
– iPad Air (ab 4. Generation, 2020)
– iPad mini (ab 6. Generation, 2021)
Das Standard-iPad (10. Generation) hat zwar seit 2022 auch USB-C, aber viele ältere Hubs passen aufgrund der geänderten Gehäuseform nicht perfekt. Bei Lightning-iPads gibt es grundsätzlich keine Adapter – die Schnittstellen sind inkompatibel.
Das Ladeproblem: Mehr Power benötigt
Hier liegt das Hauptproblem vieler iPad-Hub-Nutzer: Die mitgelieferten Ladegeräte reichen nicht aus. Apple lieferte den ersten USB-C-iPads nur 18-20 Watt Netzteile bei – viel zu wenig für Hub-Betrieb.
Moderne USB-C-Hubs benötigen für ihre Funktionen 10-15 Watt. Gleichzeitig braucht ein iPad Pro zum Laden mindestens 18-20 Watt. Rechnet man zusammen, sind mindestens 30-35 Watt nötig, damit alles reibungslos funktioniert.
Bei zu schwachen Netzteilen passiert Folgendes:
– Das iPad lädt extrem langsam oder gar nicht
– Bei intensiver Nutzung entlädt sich der Akku trotz angeschlossenem Ladegerät
– Der Hub funktioniert instabil oder schaltet sich ab
– Angeschlossene Geräte werden nicht erkannt
Die moderne Lösung: Leistungsstarke USB-C-Ladegeräte
Heute ist das Problem leicht lösbar. USB-C-Ladegeräte mit 45, 65 oder sogar 100 Watt sind Standard und erschwinglich geworden. Empfehlenswerte Optionen:
Für normale Nutzung (45-65 Watt):
– Anker PowerPort III
– Belkin BoostCharge Pro
– Apple 67W USB-C Power Adapter
Für Profi-Workflows (100+ Watt):
– Anker PowerPort Atom PD 4
– HyperJuice 100W GaN
– Apple 140W USB-C Power Adapter
Die höhere Wattzahl schadet dem iPad nicht – moderne Geräte nehmen nur die benötigte Leistung auf. Ein 100W-Netzteil lädt das iPad nicht schneller als nötig, bietet aber genug Reserve für Hubs und angeschlossene Geräte.
Weitere Stolperfallen im Jahr 2026
USB-C ist nicht gleich USB-C: Achtet auf Thunderbolt 4-Unterstützung bei neueren iPad Pros. Ältere Hubs unterstützen oft nur USB 3.1, was die Datenübertragung bremst.
Display-Ausgabe: 4K-Monitore benötigen deutlich mehr Bandbreite. Wenn euer Hub ruckelt, liegt’s oft an zu geringer USB-C-Spezifikation.
Wärmeentwicklung: Leistungsstarke Hubs werden warm. Sorgt für Belüftung, besonders bei längerem Gebrauch.
Firmware-Updates: Viele moderne Hubs erhalten Updates für bessere Kompatibilität. Prüft regelmäßig die Herstellerwebsite.
Alternativen zum HyperDrive
Inzwischen gibt es deutlich ausgereifte Alternativen:
– Satechi USB-C Mobile Pro Hub: Speziell für iPads optimiert
– UGREEN USB-C Hub: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
– CalDigit SOHO: Premium-Lösung für Profis
– Anker PowerExpand: Zuverlässig und weit verbreitet
Der Markt für iPad-Zubehör ist heute wesentlich ausgereifter als 2018. Die meisten Kinderkrankheiten sind behoben, aber die Grundprobleme – Kompatibilität und Stromversorgung – bestehen weiterhin. Mit dem richtigen Netzteil und etwas Recherche vor dem Kauf funktionieren moderne USB-C-Hubs aber problemlos mit euren iPads.
Zuletzt aktualisiert am 05.03.2026

