PSD-Dateien ohne Photoshop öffnen: Die besten Alternativen 2026

von | 13.03.2013 | Tipps

Jemand hat euch eine Photoshop-Datei (*.psd) gesendet, aber ihr habt kein Photoshop, um sie zu öffnen? Die gute Nachricht: Ihr müsst das teure Adobe-Programm gar nicht haben. Denn andere Bildprogramme und sogar Browser können *.psd-Dateien ebenfalls lesen – und das oft sogar besser als früher.

Die moderne Alternative ist Photopea (www.photopea.com) – ein vollwertiger Photoshop-Klon, der komplett im Browser läuft. Das Tool ist kostenlos und versteht PSD-Dateien nahezu perfekt, inklusive aller Ebenen, Masken und Effekte. Photopea sieht aus wie Photoshop, funktioniert wie Photoshop – läuft aber ohne Installation direkt im Browser. Selbst komplexe Dateien mit Smart Objects und Einstellungsebenen werden korrekt dargestellt. Das macht Photopea zur besten Alternative für alle, die gelegentlich PSD-Dateien bearbeiten müssen.

Figma (www.figma.com) hat mittlerweile ebenfalls eine solide PSD-Import-Funktion. Ursprünglich als Design-Tool für Interfaces gedacht, kann Figma PSD-Dateien importieren und dabei die Ebenenstruktur weitgehend erhalten. Besonders praktisch für Designer, die zwischen verschiedenen Tools wechseln müssen.

Für reine Betrachtung reicht IrfanView (www.irfanview.com) nach wie vor aus. Der bewährte Gratis-Bildbetrachter zeigt PSD-Dateien zuverlässig an – allerdings nur als zusammengefügte Ansicht ohne Ebenenzugriff. Transparenz wird mittlerweile deutlich besser dargestellt als früher.

XnViewMP (www.xnview.com), der Nachfolger von XnView, bietet erweiterte PSD-Unterstützung. Das Programm kann nicht nur PSD-Dateien anzeigen, sondern auch Metadaten auslesen und Batch-Konvertierungen durchführen. Ideal, wenn ihr mehrere PSD-Dateien auf einmal in andere Formate umwandeln wollt.

Das Linux-Tool GIMP (www.gimp.org) lädt nach wie vor einzelne Ebenen von PSD-Dateien. Die aktuelle Version 2.10 versteht deutlich mehr Photoshop-Features als früher, auch wenn komplexe Effekte manchmal noch Darstellungsfehler verursachen. Für ernsthafte Bildbearbeitung ist GIMP nach wie vor eine solide kostenlose Alternative zu Photoshop.

Krita (krita.org) konzentriert sich zwar auf digitales Malen, kann aber PSD-Dateien importieren und dabei Ebenen sowie Mischmodi weitgehend korrekt interpretieren. Besonders für künstlerische Arbeiten eine interessante Option.

Eine weitere moderne Lösung ist Canva (www.canva.com), das mittlerweile PSD-Import unterstützt. Allerdings wandelt Canva die Datei in sein eigenes Format um, wodurch manche Photoshop-spezifische Features verloren gehen.

Adobe Creative Cloud Express (früher Adobe Spark) kann ebenfalls PSD-Dateien importieren – ironischerweise manchmal mit Einschränkungen gegenüber dem großen Bruder Photoshop.

Wenn alle Stricke reißen, könnt ihr euch die 7-Tage-Testversion von Adobe Photoshop (adobe.com/products/photoshop) herunterladen. Die ist funktional nicht eingeschränkt und öffnet garantiert jede PSD-Datei korrekt. Allerdings müsst ihr eine Kreditkarte hinterlegen und daran denken, rechtzeitig zu kündigen.

Mobile Lösungen gibt’s auch: Die Adobe Photoshop Express App für iOS und Android kann einfache PSD-Dateien öffnen und bearbeiten. Für unterwegs durchaus praktisch.

Unser Tipp: Für gelegentliche Nutzung ist Photopea die beste Lösung – kostenlos, ohne Installation und mit professionellen Features. Wer regelmäßig mit PSD-Dateien arbeitet, sollte über GIMP oder die Photoshop-Testversion nachdenken. Für reine Betrachtung reicht IrfanView völlig aus.

Übrigens: Wenn ihr nur schnell sehen wollt, was in einer PSD-Datei steckt, könnt ihr sie auch in den Windows Explorer oder macOS Finder ziehen – moderne Betriebssysteme zeigen eine Vorschau an, auch wenn das nicht bei allen PSD-Varianten funktioniert.

Zuletzt aktualisiert am 22.04.2026