Ihr wollt wissen, was das Netz über euch weiß? Eine einfache Google-Suche ist der erste Schritt, sie ist aber nur für einen ersten Überblick gut. Dafür versucht eine Suchmaschine euch automatisch so viele Informationen zur Verfügung zu stellen, dass sich viele für euch relevant irgendwo auf den hinteren Ergebnisseiten verstecken. Darum passt eure Suche ein wenig an:
Die Selbstsuche im Internet
Um euch selbst im Internet zu suchen und euch möglichst viele gespeicherte Informationen anzeigen zu lassen, könnt ihr eine normale Suchmaschine wie Google nutzen. Ihr müsst nur einige Feineinstellungen vornehmen:
- Fasst euren Namen in der Suche mit Anführungszeichen ein. „Max Mustermann“ bringt nur Fundstellen, in denen Vor- und Nachname vorkommen.
- Wenn ihr unterschiedliche Ergebnisse habt, die nicht zu euch gehören, dann schließt diese aus, indem ihr Begriffe ausnehmt, die zu den falschen Ergebnissen gehören. Wenn beipielsweise ein Malermeister mit eurem Namen existiert und dessen Ergebnisse mit euren zusammen angezeigt werden, dann sucht nach „Max Mustermann“ -Maler -Malermeister +Autor. Damit werden Ergebnisse mit den mit einem Plus markierten Suchbegriffen bevorzugt und solche, die einen hinter einem Minus stehenden Begriff enthalten, ausgeschlossen.
- Verfeinert die Suche Stück für Stück, bis die Ergebnisse überwiegend Informationen zu euch zeigen.
- Dann kontrolliert nicht nur die Artikel, sondern auch die Bilder. Auf allen Ergebnisseiten geht ein paar Seiten nach hinten, die kritischen Ergebnisse finden sich oft nicht auf den ersten Seiten, sondern weiter hinten in den Suchergebnissen.
- Führt die Suche auch einmal im Inkognito-/Privat-Modus eures Browsers aus. Die Ergebnisse werden deutlich anders sein, weil das Suchergebnis nicht auf eure durch Cookies und Browsereinstellungen angepassten Vorlieben angepasst wird.
Namenssuche in Diensten
Das größte Problem bei der Suche nach und dem Löschen von eigenen Informationen ist die Vergesslichkeit. In eurer digitalen Lebensspanne legt ihr so viele Profile und Konten an, dass ihr kaum noch Überblick darüber habt. Vor allem dann, wenn ihr das Konto nur für die kurzfristige Nutzung oder einen bestimmten Zweck anlegt. Da helfen Dienste wie NameCheck.com.
- Gebt euren Namen dort ein, dann zeigt euch die Webseite verschiedene Domains, Foren, Soziale Netzwerke an und die unter eurem Namen gefundenen Konten.
- Klickt auf View, um zum gefundenen Profil zu gelangen und die Daten dort anzusehen.
Selbstauskünfte einholen
Gerade bei größeren Anbietern wie Amazon, eBay und anderen müsst ihr euch gar nicht großen manuellen Aufwand machen, um eure Daten zusammenzusuchen. Aufgrund der Datenschutz-Gesetzgebung müssen die Händler euch auf Anfrage alle eure Daten zur Verfügung stellen.
- Sucht einfach im Servicebereich des Anbieters nach Selbstauskunft oder Meine Daten.
- Klickt dann auf den Link und meldet euch auf Anforderung mit eurem Kundenkonto an.
- Wählt die Daten aus, die ihr zur Verfügung gestellt haben möchtet. Entweder könnt ihr diese direkt herunterladen (beispielsweise bei Amazon) oder ihr bekommt eine E-Mail mit einem Link, wenn diese bereitstehen (beispielsweise bei Facebook) und könnt die Daten dann über den Link herunterladen.