Eine Datensicherung per Time Machine kann je nach Datenmenge und Hardware mehrere Stunden dauern. Besonders bei der ersten Sicherung oder nach längeren Pausen sammeln sich schnell hunderte Gigabyte an, die gesichert werden müssen. Während das Backup läuft, zeigt das Time-Machine-Symbol in der Menüleiste zwar an, wie viele Daten noch übertragen werden, aber die entscheidende Information fehlt: Wie lange dauert das noch?
Diese wichtige Zeitangabe versteckt sich in den Systemeinstellungen und ist mit wenigen Klicks abrufbar. Der Weg dorthin hat sich über die macOS-Versionen leicht verändert, aber das Prinzip bleibt gleich.
So findet ihr die verbleibende Backup-Zeit
Während Time Machine aktiv läuft, klickt ihr auf das charakteristische Time-Machine-Symbol oben rechts in der Menüleiste. Je nach macOS-Version (Sonoma, Sequoia oder neuer) heißt der entsprechende Menüpunkt „Systemeinstellung ‚Time Machine‘ öffnen“ oder einfach „Time Machine-Einstellungen“.
Alternativ könnt ihr auch direkt über die Systemeinstellungen gehen: Öffnet die Systemeinstellungen und wählt den Bereich „Allgemein“ > „Time Machine“ aus. In neueren macOS-Versionen findet ihr Time Machine auch direkt in der Seitenleiste der Systemeinstellungen.
In den Time-Machine-Einstellungen seht ihr dann nicht nur den aktuellen Status des Backups, sondern auch die geschätzte Restzeit. Diese Angabe ist in der Regel recht präzise, kann aber je nach Systemauslastung und Performance der Backup-Festplatte leicht schwanken.
Faktoren, die die Backup-Geschwindigkeit beeinflussen
Die Dauer eines Time-Machine-Backups hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Verbindungsart spielt eine entscheidende Rolle: USB 3.0 oder USB-C sind deutlich schneller als ältere USB 2.0-Anschlüsse. Thunderbolt-Verbindungen bieten die beste Performance für externe Festplatten.
Auch die Art der Festplatte macht einen Unterschied. SSDs sind zwar teurer, aber deutlich schneller als herkömmliche mechanische Festplatten. Wenn ihr regelmäßig große Datenmengen sichert, kann sich die Investition lohnen.
Die Systemauslastung eures Macs beeinflusst ebenfalls die Backup-Geschwindigkeit. Time Machine läuft standardmäßig im Hintergrund mit niedriger Priorität, damit andere Anwendungen nicht beeinträchtigt werden. Wenn ihr gerade ressourcenintensive Programme wie Videoschnitt-Software oder Spiele lauft, kann sich das Backup entsprechend verlangsamen.
Time Machine über das Terminal überwachen
Fortgeschrittene Nutzer können den Backup-Status auch über das Terminal überwachen. Mit dem Befehl tmutil status erhaltet ihr detaillierte Informationen über den aktuellen Backup-Vorgang, einschließlich der übertragenen Datenmenge und der geschätzten Restzeit.
Der Befehl tmutil listbackups zeigt euch alle verfügbaren Backup-Zeitpunkte an, während tmutil compare Unterschiede zwischen verschiedenen Backups auflistet.
Backup-Performance optimieren
Um die Backup-Zeit zu verkürzen, könnt ihr einige Optimierungen vornehmen. Schließt alle nicht benötigten Programme, bevor ihr ein großes Backup startet. Trennt externe Festplatten ab, die nicht für das Backup benötigt werden, da Time Machine sonst versucht, auch deren Inhalte zu sichern.
Überprüft regelmäßig, welche Ordner von der Sicherung ausgeschlossen sind. Große Cache-Ordner, temporäre Dateien oder bereits gesicherte Cloud-Ordner müssen nicht zwingend in das Time-Machine-Backup. In den Time-Machine-Einstellungen könnt ihr unter „Optionen“ bestimmte Ordner von der Sicherung ausschließen.
Backup-Häufigkeit anpassen
Standardmäßig führt Time Machine stündliche Backups durch, was bei intensiver Nutzung sinnvoll ist. Für manche Nutzer reichen jedoch tägliche Sicherungen aus. Mit Third-Party-Tools wie TimeMachineScheduler könnt ihr die Backup-Intervalle anpassen und so die Systembelastung reduzieren.
Troubleshooting bei langsamen Backups
Falls euer Time-Machine-Backup ungewöhnlich lange dauert, kann das verschiedene Ursachen haben. Überprüft zunächst die Festplattenverbindung und stellt sicher, dass das Backup-Laufwerk ausreichend freien Speicherplatz hat.
Ein beschädigtes Backup kann ebenfalls zu Performance-Problemen führen. In diesem Fall hilft oft nur eine Neuerstellung: Löscht das alte Backup-Set und lasst Time Machine komplett neu beginnen. Das dauert zwar einmalig länger, löst aber hartnäckige Performance-Probleme.
Die Zeitanzeige in den Time-Machine-Einstellungen bleibt das zuverlässigste Mittel, um die verbleibende Backup-Dauer zu ermitteln. So könnt ihr eure Zeit besser planen und wisst genau, wann ihr den Mac wieder uneingeschränkt nutzen könnt.
Zuletzt aktualisiert am 12.04.2026

