Schriften in Word-Dokumente einbetten: So geht’s richtig

von | 04.12.2017 | Office

Besondere Dokumente benötigen spezielle Schriften. Wird in einer Word-Datei eine besondere Schrift genutzt und jemand anders hat diese Schrift nicht, sieht die Person das Dokument in der Standardschrift Calibri oder Aptos (der neuen Standard-Schrift seit Office 365). Es sei denn, ihr wendet einen bewährten Trick an.

Das Problem lässt sich elegant verhindern, indem der Autor des Dokuments die spezielle Schrift einfach direkt in das Word-Dokument einbettet. Einziger Nachteil: Da manche Schriften recht groß werden können, steigt auch die Größe der Word-Datei an – manchmal um mehrere Megabyte.

Schriften in Word 365 und Word 2024 einbetten

Zum Einbetten zuerst auf Datei, Optionen klicken. Jetzt zum Bereich Speichern wechseln. Auf der rechten Seite nach unten scrollen. Hier erscheint die Option Schriftarten in der Datei einbetten. Wer hier einen Haken setzt, bekommt beim Speichern des Dokuments anschließend die Schriftarten gleich mit in die Datei eingebettet.

So lässt sich das Dokument mitsamt den genutzten Schriftarten bequem an andere weitergeben und sollte dann auch auf dem Computer der Zielperson identisch aussehen – selbst, wenn diese die Schrift nicht installiert hat.

Erweiterte Optionen für Profis

Word bietet euch noch weitere Feineinstellungen: Mit der Option Nur die im Dokument verwendeten Zeichen einbetten reduziert ihr die Dateigröße erheblich. Statt der kompletten Schriftart werden nur die tatsächlich genutzten Buchstaben, Ziffern und Zeichen gespeichert.

Für maximale Kompatibilität gibt es außerdem die Einstellung Keine Schriftarten einbetten, die dem System gemeinsam sind. Diese verhindert, dass Standard-Systemschriften wie Arial oder Times New Roman unnötig eingebettet werden.

Alternative Formate für bessere Kompatibilität

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte das Dokument zusätzlich als PDF exportieren. PDFs betten Schriften automatisch ein und sehen auf jedem Gerät identisch aus – egal ob Windows, Mac, Linux oder Smartphone. Der Nachteil: PDFs lassen sich nicht so einfach bearbeiten.

Eine moderne Alternative ist das OpenDocument-Format (.odt), das ebenfalls Schriften einbetten kann und mit LibreOffice, Google Docs und vielen anderen Programmen kompatibel ist.

Lizenzrechtliche Aspekte beachten

Achtung: Nicht alle Schriftarten dürfen legal eingebettet werden. Kommerzielle Schriften haben oft Lizenzbestimmungen, die das Einbetten verbieten oder einschränken. Word zeigt euch zwar keine Warnung an, aber im Zweifelsfall solltet ihr die Lizenzbestimmungen prüfen.

Google Fonts und andere Open-Source-Schriften sind dagegen meist problemlos einbettbar. Adobe Fonts (früher Typekit) erlaubt das Einbetten nur für Abonnenten.

Praktische Tipps für den Alltag

Für Dokumente, die häufig geteilt werden, empfiehlt es sich, eine Schriftarten-Strategie zu entwickeln. Nutzt bevorzugt Systemschriften wie Segoe UI, Arial oder die neuen Microsoft-Schriften wie Aptos oder Grandview – diese sind auf den meisten Computern bereits vorhanden.

Bei wichtigen Präsentationen oder Dokumenten mit Corporate Design solltet ihr dagegen immer die Schriften einbetten oder gleich ein PDF erstellen. Nichts ist peinlicher als eine Präsentation, die beim Kunden plötzlich in Comic Sans dargestellt wird.

Troubleshooting: Wenn’s nicht klappt

Manchmal funktioniert das Einbetten trotz korrekter Einstellung nicht. Das liegt meist an geschützten Schriften oder veralteten Schriftdateien. In solchen Fällen hilft es, die Schriftart neu zu installieren oder eine Alternative zu wählen.

Bei sehr großen Dokumenten kann das Einbetten auch die Performance beeinträchtigen. Dann ist es besser, die Schrift separat zu verschicken oder ein PDF zu erstellen.

Fazit: Einfach aber wirkungsvoll

Das Einbetten von Schriftarten ist eine einfache Methode, um sicherzustellen, dass eure Dokumente überall identisch aussehen. Besonders bei wichtigen Dokumenten, Bewerbungen oder Präsentationen solltet ihr nicht darauf verzichten. Die etwas größere Dateigröße ist meist ein akzeptabler Preis für perfekte Darstellung.

Zuletzt aktualisiert am 30.03.2026