Google-Konto Sicherheit prüfen: So schützt ihr euch 2026

von | 07.02.2018 | Internet

Das Google-Konto ist längst mehr als nur eine einfache E-Mail-Adresse. Es ist euer digitaler Schlüssel zu Gmail, Google Drive, YouTube, Google Pay, Android-Smartphones, Google Photos und dutzenden weiteren Diensten. Entsprechend verlockend ist es für Cyberkriminelle – und entsprechend wichtig ist es, die Sicherheit regelmäßig zu überprüfen. Die gute Nachricht: Google bietet seit Jahren ein kostenloses Tool, das euch dabei hilft.

Das Google Security Center hat sich in den letzten Jahren erheblich weiterentwickelt und bietet heute deutlich detailliertere Analysen und Empfehlungen. Das Tool überprüft nicht nur eure Passwort-Stärke und Zwei-Faktor-Authentifizierung, sondern auch verdächtige Anmeldeversuche, verknüpfte Geräte, App-Berechtigungen und sogar, ob eure E-Mail-Adresse in Datenlecks aufgetaucht ist.

Um die Sicherheit eures Google-Kontos zu überprüfen und ggf. Verbesserungen vorzunehmen, geht ihr wie folgt vor:

  1. Zunächst einen neuen Browser-Tab öffnen.
  2. Jetzt oben die Adresse https://security.google.com/ eintippen.
  3. Nun erfolgt die Anmeldung mit dem Google-Konto samt zugehörigem Passwort.
  4. Danach lässt sich per Klick der Sicherheits-Check starten.
  5. Sind Verbesserungen der Sicherheit möglich, etwa das Einschalten der Zwei-Faktor-Authentifizierung, bietet die Google-Webseite dies direkt an.

Die wichtigsten Sicherheitsfeatures im Detail

Passkeys statt Passwörter: Seit 2023 unterstützt Google Passkeys als passwortlosen Login-Standard. Diese biometrische Authentifizierung über Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder PIN ist deutlich sicherer als herkömmliche Passwörter. Falls ihr noch kein Passkey eingerichtet habt, solltet ihr das unbedingt nachholen.

Erweiterte Schutzprogramm: Für besonders gefährdete Personen wie Journalisten, Aktivisten oder Politiker bietet Google das „Advanced Protection Program“. Es erfordert Hardware-Sicherheitsschlüssel und schränkt den Zugriff von Drittanbieter-Apps stark ein.

Verdächtige Aktivitäten: Das Security Center zeigt euch nicht nur aktuelle Bedrohungen, sondern auch eine Zeitleiste verdächtiger Aktivitäten der letzten Monate. Unbekannte Anmeldungen aus anderen Ländern oder zu ungewöhnlichen Zeiten werden hier angezeigt.

Verknüpfte Geräte: Überprüft regelmäßig, welche Smartphones, Tablets und Computer Zugriff auf euer Konto haben. Alte oder verkaufte Geräte solltet ihr umgehend entfernen.

Dark Web Monitoring und Datenlecks

Eine besonders nützliche Funktion ist das Dark Web Monitoring. Google durchsucht kontinuierlich bekannte Datenlecks und das Darknet nach eurer E-Mail-Adresse und warnt euch, falls eure Daten irgendwo auftauchen. Diese Funktion war früher kostenpflichtigen Google One-Abos vorbehalten, steht aber seit 2024 allen Nutzern kostenlos zur Verfügung.

Falls eure Daten in einem Leak gefunden werden, erhaltet ihr konkrete Handlungsempfehlungen: Passwort ändern, betroffene Accounts überprüfen und gegebenenfalls Kreditkarten sperren lassen.

App-Berechtigungen und Drittanbieter-Zugriffe

Besonders kritisch sind Apps und Dienste von Drittanbietern, die Zugriff auf euer Google-Konto haben. Das können harmlose Kalender-Apps sein, aber auch dubiose Tools, die ihr mal schnell mit „Mit Google anmelden“ autorisiert habt. Im Security Center findet ihr eine vollständige Liste aller berechtigten Apps und könnt unnötige Zugriffe mit einem Klick widerrufen.

Achtet dabei besonders auf Apps, die Zugriff auf Gmail, Google Drive oder eure Kontakte haben. Viele dieser Berechtigungen sind Jahre alt und längst nicht mehr nötig.

Regelmäßige Kontrolle ist entscheidend

Ein einmaliger Sicherheitscheck reicht nicht aus. Google empfiehlt eine monatliche Überprüfung, mindestens aber alle drei Monate. Das Unternehmen sendet euch auch automatische Warnungen bei verdächtigen Aktivitäten – ignoriert diese niemals, sondern prüft sie sofort.

Zusätzlich solltet ihr die Google-App „Find My Device“ aktivieren, um verlorene oder gestohlene Android-Geräte orten und fernlöschen zu können. Diese Funktion ist direkt mit eurem Google-Konto verknüpft und kann im Ernstfall vertrauliche Daten schützen.

Die Investition von zehn Minuten in die Überprüfung eurer Google-Kontosicherheit kann euch vor erheblichen Problemen bewahren. Mit den modernen Tools von Google habt ihr alle wichtigen Sicherheitsfeatures kostenlos zur Verfügung – ihr müsst sie nur nutzen.

Zuletzt aktualisiert am 29.03.2026