Smartphones unter 100 Euro für Kinder: Diese Modelle taugen

von | 16.11.2012 | Tipps

„Mama, ich will ein Smartphone!“ – diesen Satz hören Eltern das ganze Jahr über, aber besonders vor Weihnachten und Geburtstagen wird er zum Dauerbrenner. Ein Leben ohne Smartphone ist auch für Kinder und Jugendliche heute undenkbar. Die gute Nachricht: Smartphones müssen längst nicht mehr teuer sein.

Budget-Smartphones sind richtig gut geworden

Natürlich hätte der Nachwuchs lieber das neueste iPhone 15 oder ein Samsung Galaxy S24, aber hier sollten Eltern standhaft bleiben. Wer nicht Hunderte von Euro ausgeben möchte, nur weil sich die Kids auf dem Schulhof überbieten wollen, findet heute hervorragende Alternativen.

Für Smartphone-Einsteiger reichen Budget-Modelle vollkommen aus. Die Zeiten, in denen günstige Handys frustrierend langsam waren, sind vorbei. Moderne Einsteiger-Smartphones unter 100 Euro bieten solide Performance, brauchbare Kameras und alle wichtigen Features.

Top-Empfehlungen in dieser Preisklasse sind das Xiaomi Redmi A3 (ab 90 Euro), das Nokia G22 (rund 95 Euro) oder das Samsung Galaxy A15 (knapp unter 100 Euro). Diese Geräte haben ordentliche 6-Zoll-Displays, Dual- oder Triple-Kameras mit mindestens 13 Megapixeln und genug Speicher für Apps, Fotos und Musik.

Besonders die chinesischen Hersteller wie Xiaomi, Realme oder Honor bieten ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis. Selbst Marken-Smartphones von Samsung oder Nokia gibt es in der Einsteigerklasse für unter 100 Euro – oft mit zwei Jahren Software-Updates.

Prepaid bleibt die sicherste Option

Bei der Tarifwahl sollten Eltern weiterhin auf Prepaid setzen. Das Prinzip ist simpel: Ist das Guthaben aufgebraucht, ist Schluss mit Telefonieren und Surfen. So entstehen keine bösen Überraschungen auf der Rechnung.

Die Prepaid-Landschaft hat sich dramatisch verbessert. Für 10-15 Euro monatlich bekommt ihr bereits ordentliche Pakete mit mehreren GB Datenvolumen, Telefon-Flatrate und unbegrenzten SMS. Anbieter wie Aldi Talk, Lidl Connect oder die Discounter-Marken der großen Netzbetreiber bieten faire Konditionen ohne versteckte Kosten.

Ein besonderer Tipp sind die neuen „Kids“-Tarife von Vodka oder O2. Diese kosten zwischen 12-20 Euro monatlich und enthalten neben dem Datenvolumen auch Sicherheitsfeatures wie Zeitbegrenzungen, App-Kontrolle und Standort-Services.

Wichtig: Achtet auf EU-Roaming inklusive, falls die Familie viel reist. Fast alle modernen Prepaid-Tarife bieten das mittlerweile standardmäßig an.

Refurbished als clevere Alternative

Wer dem Nachwuchs doch ein „besseres“ Smartphone gönnen möchte, sollte über refurbished Geräte nachdenken. Professionell aufbereitete iPhones oder Samsung-Flaggschiffe von vor 2-3 Jahren kosten oft nur noch die Hälfte des ursprünglichen Preises.

Seriöse Anbieter wie rebuy, refurbed oder Back Market bieten Garantie und haben die Geräte gründlich geprüft. Ein iPhone 12 oder Samsung Galaxy S21 bekommt ihr so für 150-250 Euro – und die sind immer noch richtig schnell und modern.

Der Vorteil: Diese Geräte erhalten noch Jahre lang Software-Updates und haben Premium-Features wie wasserdichte Gehäuse oder richtig gute Kameras. Gleichzeitig tut ihr der Umwelt etwas Gutes, weil ihr Elektroschrott vermeidet.

Kinderschutz und Medienkompetenz

Ein eigenes Smartphone bringt Verantwortung mit sich. Eltern sollten von Anfang an klare Regeln aufstellen: Wann darf das Handy genutzt werden? Welche Apps sind erlaubt? Wie lange wird am Stück gedaddelt?

Beiden großen Betriebssystemen – Android und iOS – haben mittlerweile gute Kinderschutz-Features eingebaut. Ihr könnt Bildschirmzeiten begrenzen, bestimmte Apps blockieren oder festlegen, zu welchen Uhrzeiten das Smartphone gesperrt ist.

Apps wie Qustodio, Norton Family oder die kostenlosen Google Family Link (Android) bzw. Bildschirmzeit (iOS) helfen beim Monitoring. Aber wichtiger als technische Kontrolle ist das Gespräch: Erklärt euren Kindern, warum Datenschutz wichtig ist, wie sie sich vor Cybermobbing schützen und dass nicht alles, was im Internet steht, wahr ist.

Kosten gemeinsam tragen

Wenn der Nachwuchs unbedingt das neueste iPhone oder Galaxy-Flaggschiff haben will, sollte er selbst einen Teil beisteuern. Das klassische Modell funktioniert immer noch: Eltern zahlen einen festen Betrag als Geschenk, der Rest kommt vom gesparten Taschengeld.

Alternativ können sich Kinder den Aufpreis durch Haushaltstätigkeiten verdienen. Dabei lernen sie den wahren Wert der Geräte zu schätzen und verstehen, dass auch teure Technik erarbeitet werden muss.

Viele Händler bieten mittlerweile auch Ratenkauf ohne Zinsen an. So kann das Kind monatlich einen Teil seines Taschengelds für das Traumhandy abzwacken – eine gute Lektion in Sachen Finanzplanung.

Zuletzt aktualisiert am 24.04.2026