Manchmal ist es nötig zu wissen, welcher Prozessor (Typ, Modell) in einem Rechner steckt. Aufschrauben und reinschauen ist nicht nötig: Windows-Benutzer können leichter rausfinden, welcher Prozessor im Inneren werkelt.
Wer seinen PC schon lange im Einsatz hat, wird sich wahrscheinlich irgendwann nicht mehr daran erinnern, welcher Prozessor darin verbaut ist – wenn er es überhaupt jemals gewusst hat. Unter Windows 11 und Windows 10 gibt es mehrere Möglichkeiten herauszufinden, um welchen Prozessor es sich handelt. Das ist besonders wichtig geworden, seit AMD und Intel ihre Chip-Generationen rasant weiterentwickeln und auch Apple mit seinen M-Chips neue Maßstäbe setzt.
Der einfachste Weg über die Windows-Einstellungen
Unter Windows 11 ist der Zugang noch direkter geworden: Einfach mit der rechten Maustaste auf das Start-Symbol klicken und „Einstellungen“ wählen. Im sich öffnenden Fenster links auf „System“ klicken und nach unten zu „Info“ scrollen. Hier findet ihr unter „Gerätespezifikationen“ alle wichtigen Angaben zum Prozessor – inklusive Modellbezeichnung, Taktfrequenz und Anzahl der Kerne.
Bei Windows 10 führt der klassische Weg über das Start-Menü: Einen Rechtsklick unten links auf das Windows-Symbol machen und aus dem Kontextmenü „System“ wählen. Anschließend „Info“ anklicken, um auf der rechten Seite die Gerätespezifikationen angezeigt zu bekommen. Neben dem Gerätenamen und Informationen zum verbauten Arbeitsspeicher findet sich hier auch der Name und die GHz des Prozessors.
Task-Manager: Mehr Details auf einen Blick
Eine weitere praktische Methode ist der Task-Manager. Den erreicht ihr über die Tastenkombination Strg + Shift + Esc oder durch Rechtsklick auf die Taskleiste. Im Task-Manager wechselt ihr zum Tab „Leistung“ und klickt links auf „CPU“. Hier seht ihr nicht nur die genaue Prozessorbezeichnung, sondern auch wichtige technische Details wie:
- Aktuelle Auslastung und Taktfrequenz
- Anzahl der Kerne und logischen Prozessoren
- Cache-Größen (L1, L2, L3)
- Architektur und Socket-Typ
- Virtualisierung (falls aktiviert)
Besonders praktisch: Der Task-Manager zeigt auch die Temperatur moderner CPUs an – vorausgesetzt, euer System unterstützt diese Funktion.
Der direkte Weg über DirectX
Ein bewährter Weg ist das Diagnoseprogramm von DirectX, das sich am schnellsten über das Ausführen-Fenster aufrufen lässt. Dazu die Windows-Taste zusammen mit [R] drücken und in der Konsole den Befehl dxdiag eingeben. Im folgenden Fenster werden direkt die Systeminformationen samt detaillierter Angaben zum Prozessor angezeigt.
Systeminfo per Kommandozeile
Für alle, die es gerne technischer mögen: Die Eingabeaufforderung bietet ebenfalls schnelle Hilfe. Öffnet das Start-Menü, tippt „cmd“ und startet die Eingabeaufforderung. Mit dem Befehl „systeminfo“ erhaltet ihr eine umfassende Übersicht aller Systemkomponenten. Alternativ liefert „wmic cpu get name“ nur die Prozessorbezeichnung.
Noch detaillierter wird es mit „wmic cpu list full“ – dieser Befehl zeigt wirklich alle verfügbaren Prozessor-Informationen an, von der Stepping-Revision bis hin zu unterstützten Befehlssätzen.
PowerShell für Profis
Die PowerShell bietet ebenfalls elegante Lösungen. Mit dem Befehl „Get-ComputerInfo | Select-Object CsProcessors“ oder dem kürzeren „Get-WmiObject -Class Win32_Processor“ erhaltet ihr strukturierte Informationen über euren Prozessor.
Warum diese Informationen wichtig sind
Die Prozessor-Informationen sind nicht nur Spielerei. Sie helfen bei wichtigen Entscheidungen:
- Software-Kompatibilität: Manche Programme benötigen bestimmte CPU-Features wie AVX-Unterstützung
- Gaming: Aktuelle Spiele setzen oft moderne Prozessoren voraus
- Upgrade-Planung: Nur mit der genauen CPU-Bezeichnung findet ihr kompatible Mainboards
- Troubleshooting: Bei Problemen fragen Support-Teams oft nach der genauen Hardware-Konfiguration
- Leistungsoptimierung: Overclocking-Tools benötigen exakte Prozessor-Informationen
Moderne Entwicklungen beachten
Bei aktuellen Systemen solltet ihr auch auf Hybrid-Architekturen achten. Intels 12. Generation und neuer sowie AMDs neueste Ryzen-Chips verwenden unterschiedliche Kern-Typen (Performance- und Effizienz-Kerne). Windows 11 zeigt diese Details inzwischen übersichtlich im Task-Manager an.
Auch die integrierte Grafik spielt eine größere Rolle: Moderne CPUs wie Intels Iris Xe oder AMDs RDNA-basierte iGPUs bieten deutlich mehr Leistung als frühere Generationen. Diese Informationen findet ihr ebenfalls in den Systemeinstellungen unter „Grafik“.
Egal welchen Weg ihr wählt – in wenigen Sekunden wisst ihr genau, welcher Prozessor in eurem PC werkelt, ohne auch nur einen Schraubenzieher in die Hand nehmen zu müssen.
Zuletzt aktualisiert am 09.03.2026


