Die Zeiten, in denen man zwischen verschiedenen Karten-Apps jonglieren musste, sind längst nicht vorbei. Auch 2026 nutzen viele sowohl Apple Maps als auch Google Maps – je nach Situation und Bedürfnis. Apple Maps punktet mit eleganter Integration ins iOS-Ökosystem, während Google Maps oft detailliertere Informationen und bessere Verkehrsdaten liefert.
Hat man in der Karten-App von macOS oder iOS einen interessanten Standort gefunden, möchte ihn aber in Google Maps öffnen oder an jemanden weiterleiten, der Google Maps bevorzugt, steht man vor einem Problem: Ein direktes Kopieren funktioniert nicht. Mit einem cleveren Workaround lässt sich aber jeder Apple Maps-Standort problemlos zu Google Maps übertragen.
Der bewährte Trick funktioniert noch immer
Der Weg führt über die Teilen-Funktion von Apple Maps. Diese generiert einen Link, den ihr geschickt modifizieren könnt:
- Zunächst den gewünschten Standort in Apple Maps ermitteln und antippen.
- Jetzt auf das Teilen-Icon klicken (das Quadrat mit dem Pfeil nach oben).
- Dort den Eintrag Nachrichten oder Mail auswählen.
- Die erscheinende URL (die mit „maps.apple.com“ beginnt) komplett markieren und kopieren.
- In einem Texteditor oder direkt im Browser „maps.apple.com“ durch „maps.google.com“ ersetzen.
Fertig! Die modifizierte URL öffnet den Standort direkt in Google Maps – sowohl im Browser als auch in der Google Maps-App.
Moderne Alternativen und Shortcuts
Seit iOS 14 gibt es auch die Möglichkeit, eigene Shortcuts zu erstellen, die diesen Vorgang automatisieren. In der Shortcuts-App könnt ihr einen Workflow anlegen, der:
– Die aktuelle Apple Maps-URL aus der Zwischenablage nimmt
– Automatisch „maps.apple.com“ durch „maps.google.com“ ersetzt
– Das Ergebnis zurück in die Zwischenablage kopiert
Das spart Zeit, wenn ihr regelmäßig zwischen den Diensten wechselt.
Warum der Umweg überhaupt nötig ist
Apple und Google verwenden unterschiedliche URL-Strukturen für ihre Kartendienste. Apple Maps nutzt spezielle Parameter und Koordinatenformate, die Google Maps in den meisten Fällen aber problemlos interpretieren kann. Der einfache Austausch der Domain reicht oft aus, weil beide Dienste ähnliche Grundstrukturen für Standortlinks verwenden.
Umgekehrt funktioniert’s auch
Der Trick lässt sich übrigens auch in die andere Richtung anwenden: Google Maps-Links könnt ihr durch Ersetzen von „maps.google.com“ durch „maps.apple.com“ für Apple Maps umwandeln. Das ist besonders praktisch, wenn ihr Links aus Android-Geräten oder von Google Maps-Nutzern erhaltet.
Grenzen der Methode
Nicht alle Features übertragen sich perfekt. Komplexe Routen mit mehreren Zwischenstopps, spezielle Layer-Informationen oder benutzerdefinierte Markierungen gehen beim Wechsel verloren. Für einfache Standorte und grundlegende Navigation funktioniert die Methode aber zuverlässig.
Integration in den Workflow
Viele Power-User haben diesen Trick längst in ihren digitalen Alltag integriert. Besonders praktisch ist er beim Teilen von Standorten in gemischten Gruppen, wo manche iOS und andere Android nutzen. Statt zwei verschiedene Links zu verschicken, könnt ihr den jeweils passenden Link für die Zielgruppe generieren.
Fazit: Einfach aber effektiv
Der URL-Austausch-Trick ist simpel, funktioniert zuverlässig und spart Zeit beim Wechseln zwischen Kartendiensten. In einer Welt, in der verschiedene Plattformen und Präferenzen aufeinandertreffen, ist er ein praktisches Werkzeug für den digitalen Alltag. Probiert es beim nächsten Mal aus – ihr werdet überrascht sein, wie nahtlos der Wechsel zwischen Apple Maps und Google Maps funktioniert.
Zuletzt aktualisiert am 08.03.2026

