Store-Apps automatisch auf externen Laufwerken speichern

von | 11.05.2018 | Windows

In den meisten modernen PCs und Laptops sind mittlerweile SSD-Laufwerke Standard geworden. Das sorgt für deutlich schnellere Startzeiten und flüssigere Performance. Das Problem: Viele SSDs haben nur 256 GB oder 512 GB Speicherplatz – schnell wird’s eng, wenn Windows, Programme und Apps um jeden Gigabyte kämpfen. Die Lösung: Apps automatisch auf ein zweites Laufwerk umleiten.

Warum externe Speicherorte sinnvoll sind

Windows 11 und auch Windows 10 bieten eine elegante Lösung für das Platzproblem. Statt manuell jede App einzeln zu verschieben, könnt ihr den Standard-Speicherort für neue Anwendungen dauerhaft ändern. Das betrifft vor allem Store-Apps aus dem Microsoft Store, aber auch andere Programme respektieren diese Einstellung oft.

Besonders praktisch ist das bei Gaming-PCs mit einer kleinen, schnellen NVMe-SSD für das System und einer großen SATA-SSD oder klassischen Festplatte für Spiele und Anwendungen. Auch bei Notebooks mit begrenztem internen Speicher hilft eine externe SSD oder Festplatte.

So ändert ihr den Standard-Speicherort

Die Einstellung ist in Windows schnell gemacht:

  1. Auf Start, Einstellungen, System, Speicher klicken.
  2. Dann rechts auf Speicherplatz für neuen Inhalt ändern klicken.
  3. Jetzt das gewünschte Laufwerk aus der Liste auswählen.

Die Änderungen werden automatisch gespeichert. Werden ab sofort neue Apps installiert, landen diese sofort auf der eingestellten Festplatte.

Verschiedene Inhaltstypen getrennt verwalten

In den erweiterten Speichereinstellungen könnt ihr sogar noch granularer vorgehen. Windows erlaubt es, verschiedene Inhaltstypen auf unterschiedliche Laufwerke zu verteilen:

  • Apps: Microsoft Store Apps und Programme
  • Dokumente: Dateien im Dokumente-Ordner
  • Musik: Audio-Dateien
  • Bilder: Fotos und Grafiken
  • Videos: Film- und Videodateien
  • Karten: Offline-Karten für die Karten-App

So könnt ihr beispielsweise Apps auf Laufwerk D: speichern, während Medien-Dateien auf ein externes USB-Laufwerk wandern.

Bereits installierte Apps nachträglich verschieben

Was ist mit Apps, die bereits auf der vollgestopften System-SSD liegen? Auch die lassen sich nachträglich umziehen:

  1. Einstellungen → Apps → Installierte Apps öffnen
  2. Bei der gewünschten App auf die drei Punkte klicken
  3. Erweiterte Optionen wählen
  4. Unter Verschieben das Ziel-Laufwerk auswählen

Dieser Vorgang kann je nach App-Größe einige Minuten dauern. Wichtig: Nicht alle Programme lassen sich verschieben – vor allem klassische Desktop-Software ist oft fest mit dem Installationspfad verknüpft.

Performance-Tipps für externe Laufwerke

Damit Apps auf externen Laufwerken flüssig laufen, solltet ihr einige Punkte beachten:

  • USB 3.0 oder höher: USB 2.0 ist zu langsam für moderne Apps
  • SSD statt HDD: Externe SSDs sind deutlich schneller als Festplatten
  • Feste Laufwerksbuchstaben: Weist externen Laufwerken feste Buchstaben zu, damit Windows sie wiederfindet
  • Niemals während App-Nutzung trennen: Das kann zu Datenverlust führen

Automatische Wartung einrichten

Windows 11 bietet außerdem die „Speicheroptimierung“, die automatisch aufräumt:

  1. Einstellungen → System → Speicher → Speicheroptimierung
  2. Aktiviert „Speicheroptimierung automatisch ausführen“
  3. Stellt ein, wie oft temporäre Dateien gelöscht werden sollen

So bleibt eure System-SSD dauerhaft schlank und schnell.

Fazit: Mehr Platz, gleiche Performance

Mit den richtigen Einstellungen müsst ihr euch keine Sorgen mehr um vollen Speicherplatz machen. Windows verteilt neue Inhalte intelligent, ihr könnt bestehende Apps verschieben und automatische Wartung hält das System sauber. Besonders bei Gaming-Laptops oder Budget-PCs mit kleinen SSDs ist das ein Game-Changer.

Ein Tipp noch: Plant externe Speicher von Anfang an mit ein. Eine 1-TB-externe SSD kostet heute deutlich weniger als das Aufrüsten der internen SSD – und bietet oft sogar mehr Flexibilität.

Zuletzt aktualisiert am 09.03.2026