In Windows gibt es die Taskleiste, beim Mac das Dock – so ist das schon seit Jahren oder gar Jahrzehnten. Nicht jeder kommt aber mit der Programm-Leiste von macOS zurecht, besonders nicht als Umsteiger. Mit uBar gibt es eine interessante und schicke Alternative, die inzwischen zu den etablierten macOS-Tools gehört.
uBar ($20, Stand 2026) lässt sich von der Webseite des Entwicklers herunterladen oder direkt über den Mac App Store beziehen. Anschließend wird das DMG-Abbild im Finder geöffnet, um das Programm dann auf den Programme-Ordner zu ziehen. Nach dem Start des Tools gewährt man die Berechtigungen für den Zugriff auf das Dock – dies erfolgt in den System-Einstellungen im Bereich Datenschutz & Sicherheit unter Bedienungshilfen.
So dann erscheint an der unteren Seite des Bildschirms eine Leiste, die Ähnlichkeit hat mit der Task-Leiste von Windows und mit der Leiste von Linux Mint. Im Gegensatz zum klassischen Dock lässt sich diese Leiste allerdings in der Darstellung anpassen. In den Optionen lässt sich unter anderem auch festlegen, ob das eingebaute Dock ganz ausgeblendet werden soll, an welcher Seite des Bildschirms die uBar erscheinen soll und wie die Symbole angeordnet werden.
Neue Features und Verbesserungen in uBar 4.0
Die aktuelle Version von uBar hat seit dem ursprünglichen Release einige wichtige Updates erhalten. Besonders hervorzuheben ist die verbesserte Kompatibilität mit macOS Sequoia und den neuen Apple Silicon Macs. Die Performance wurde deutlich optimiert, und die App läuft jetzt nativ auf M-Serie Chips.
Ein wichtiges neues Feature ist die erweiterte Fenster-Vorschau: Fahrt ihr mit der Maus über ein App-Symbol in der uBar, zeigt euch das Tool kleine Thumbnails aller geöffneten Fenster dieser Anwendung an. Das ist besonders praktisch, wenn ihr mit vielen Dokumenten oder Browser-Tabs arbeitet.
Anpassungsmöglichkeiten im Detail
Die Konfigurationsmöglichkeiten von uBar sind beeindruckend vielfältig. Ihr könnt nicht nur die Position der Leiste bestimmen, sondern auch deren Aussehen komplett anpassen. Verschiedene Themes stehen zur Verfügung – von minimalistisch bis hin zu einem Design, das der Windows-Taskleiste sehr nahe kommt.
Besonders clever: uBar erkennt automatisch, welche Apps aktuell laufen und zeigt diese mit einem kleinen Indikator an. Laufende Programme werden anders dargestellt als solche, die nur im Dock verankert sind. Auch die Größe der Icons lässt sich stufenlos anpassen.
Die Gruppierungsfunktion ist ein weiteres Highlight. Ähnliche Apps oder Fenster derselben Anwendung können automatisch gruppiert werden. Das sorgt für mehr Übersicht, besonders wenn ihr viele Programme gleichzeitig geöffnet habt.
Alternative Dock-Lösungen für macOS
Neben uBar gibt es noch weitere interessante Alternativen zum Standard-Dock. DockView beispielsweise bietet ähnliche Funktionen, setzt aber stärker auf Fenster-Vorschauen. HyperDock erweitert das bestehende Dock um Windows-ähnliche Features, ohne es komplett zu ersetzen.
Für Nutzer, die eine noch radikalere Änderung wollen, ist CommandPost interessant. Es ersetzt nicht nur das Dock, sondern bietet ein komplett neues Workflow-System für macOS.
Performance und Systemressourcen
uBar läuft sehr ressourcenschonend und beeinflusst die System-Performance kaum merklich. Der Speicherverbrauch liegt typischerweise unter 50 MB, und die CPU-Last ist minimal. Selbst auf älteren Intel-Macs läuft die App flüssig.
Ein wichtiger Punkt für Power-User: uBar unterstützt mehrere Monitore intelligent. Ihr könnt festlegen, ob die Taskleiste nur auf dem Hauptmonitor oder auf allen Bildschirmen erscheinen soll. Auch Monitor-spezifische Konfigurationen sind möglich.
Installation und erste Schritte
Die Einrichtung von uBar ist denkbar einfach. Nach dem Download und der Installation führt euch ein Assistent durch die wichtigsten Einstellungen. Besonders praktisch: Das Tool kann eure bestehende Dock-Konfiguration importieren, sodass alle Apps automatisch in der neuen Leiste verfügbar sind.
In den Systemeinstellungen müsst ihr uBar die entsprechenden Berechtigungen erteilen. Das ist bei modernen macOS-Versionen ein Standard-Sicherheitsfeature und völlig unbedenklich.
Fazit: Lohnt sich uBar?
Für Windows-Umsteiger ist uBar eine echte Erleichterung. Die gewohnte Taskleiste am unteren Bildschirmrand macht den Wechsel zu macOS deutlich angenehmer. Aber auch langjährige Mac-Nutzer können von den erweiterten Funktionen profitieren.
Der Preis von 20 Dollar ist angemessen für die gebotene Funktionalität. Eine kostenlose Testversion steht zur Verfügung, sodass ihr die App ausgiebig testen könnt, bevor ihr euch zum Kauf entscheidet.
https://brawersoftware.com/products/ubar
Zuletzt aktualisiert am 10.03.2026

