Das Internet wäre ein so toller Ort. Wenn da nicht die Betrüger wären, die euch Daten stehlen, zu Käufen von nicht existierender Ware verleiten oder andere Gemeinheiten planen. Gerade gehen wieder mehrere fiese Maschen um, die ihr erkennen solltet!
Die freigegebene Datei per Google Drive
Jemand gibt euch eine Datei frei. Da muss ja eine wichtige Information drin sein, oder? Nicht immer ist es eine so offensichtliche Falle wie unten, wo ihr schon auf den ersten Blick erkennt, dass das eine Betrugsmasche ist.

Google Drive, OneDrive, Dropbox – solche E-Mails bekommt ihr gerade von verschiedenen Cloud-Diensten. Das Gemeine: Dadurch, dass die Datei nicht angehängt, sondern verlinkt ist, kann euer Virenscanner genauso wenig eingreifen wie die Sicherheitsmechanismen eures Mail-Anbieters. Die Betrüger nutzen dabei bewusst die Vertrauenswürdigkeit bekannter Cloud-Services aus. 2026 sind diese Angriffe noch raffinierter geworden – oft werden sogar echte Cloud-URLs verwendet, die dann zu manipulierten Dokumenten führen.
Bevor ihr auf irgendeinen Link klickt, kontrolliert Folgendes:
- Kennt ihr den Absender der E-Mail? Wenn diese vom Betreff her dubios erscheint, dann fragt trotzdem noch einmal bei diesem nach, vielleicht wurde sein Konto gehackt.
- Wartet ihr auf ein Dokument von einem Absender, den ihr im Detail nicht kennt? Dann versucht das zu validieren, indem ihr die E-Mail-Adresse prüft (ist sie von der Firma, zu der der Sender gehört? Passt der Betreff/der Dateiname?).
- Stellt sicher, dass auf jeden Fall euer Virenscanner aktiv und aktuell ist. Moderne Scanner wie Windows Defender, Bitdefender oder Kaspersky haben mittlerweile Cloud-basierte Echtzeitschutz-Features.
- Prüft die URL genau: Echte Google Drive Links enthalten immer „drive.google.com“ oder „docs.google.com“. Bei OneDrive sollte „1drv.ms“ oder „onedrive.live.com“ stehen.
- Wenn ihr nur den leisesten Zweifel habt, dann ignoriert die Nachricht.
WhatsApp, Instagram, TikTok und andere Social Media SCAMs
Eine zweite, immer häufiger vorkommende Variante des SCAMs läuft über soziale Netzwerke. Ihr habt gerade auf Instagram oder TikTok ein Bild oder Video hochgeladen und bekommt kurze Zeit später eine Nachricht, dass der Content so toll ist, dass ihr Geld dafür bekommen sollt. Oder eine Amazon-Geschenkkarte. Ihr müsst nur auf einen Link klicken und euch anmelden.

Besonders perfide: 2026 nutzen Betrüger verstärkt KI-generierte Profile mit realistischen Fotos und ausgeklügelten Backstories. Manchmal folgen sie euch wochenlang, liken eure Posts und bauen Vertrauen auf, bevor sie zuschlagen. Auch auf LinkedIn, Discord und Telegram sind solche Maschen häufig geworden.
- Kontrolliert genau, wer der Absender der Nachricht ist. Wenn es ein offizieller Account ist (meist durch ein Häkchen zu erkennen), dann könnt ihr reagieren. Aber Achtung: Auch verifizierte Accounts können gehackt werden!
- Schaut euch das Profil genau an: Wann wurde es erstellt? Hat es echte Follower oder nur Bots? Sind die Posts authentisch oder generic?
- Bei allen anderen Absendern – besonders bei komischen Namen wie im Beispiel – lasst die Finger davon. Am Ende des Links wartet nichts Gutes auf euch: Ob Malware, Phishing-Seiten oder Datenabgriff.
- Misstrauisch solltet ihr auch bei angeblichen „Influencer-Kooperationen“ werden, wenn ihr noch keine große Reichweite habt.
Neue SCAM-Varianten 2026: KI macht’s möglich
Die Betrüger haben aufgerüstet. Mit KI-Tools erstellen sie täuschend echte:
- Deepfake-Videos: Angebliche Prominente oder Bekannte empfehlen euch dubiose Investments oder Produkte
- Voice-Cloning: Telefonanrufe mit der Stimme eurer Familienmitglieder, die in „Notlagen“ um Geld bitten
- Personalisierte Phishing-Mails: Mit Infos aus sozialen Netzwerken maßgeschneiderte Betrugsversuche
- Fake-Reviews und -Testimonials: Ganze Bewertungslandschaften werden künstlich generiert
So schützt ihr euch effektiv
Der beste Schutz ist gesunde Skepsis kombiniert mit technischen Maßnahmen:
- Aktiviert Zwei-Faktor-Authentifizierung bei allen wichtigen Accounts
- Nutzt einen Passwort-Manager wie Bitwarden oder 1Password
- Stellt eure Social Media Profile auf privat oder schränkt die Sichtbarkeit ein
- Installiert Browser-Extensions wie uBlock Origin oder Malwarebytes Browser Guard
- Bei verdächtigen Nachrichten: Screenshots machen und bei der Polizei oder Verbraucherzentrale melden
Denkt daran: Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, dann ist es das meistens auch. Die Betrüger werden immer raffinierter, aber mit der richtigen Portion Misstrauen und technischem Know-how könnt ihr euch schützen. Im Zweifel gilt: Lieber einmal zu vorsichtig als einmal zu wenig!
Zuletzt aktualisiert am 18.02.2026