Webseiten optimal drucken – Skalierung und Papier sparen

von | 12.02.2017 | Internet

Wenn eine Seite aus dem Browser zu Papier gebracht werden soll, steht manchmal ein kleiner Rest-Text auf der nächsten Seite. Das braucht unnötig Papier und Tinte. Moderne Browser bieten mittlerweile deutlich bessere Lösungen als früher, um den Druckbereich optimal zu nutzen und dabei auch noch umweltbewusster zu drucken.

Im Chrome-Browser (und anderen Chromium-basierten Browsern wie Microsoft Edge oder Opera) ist die Skalierungsfunktion seit Version 108 standardmäßig aktiviert. Die früher nötigen Experimente über chrome://flags sind überflüssig geworden – Google hat die Funktion fest in den Browser integriert.

Um eine Webseite optimal zu drucken, öffnet ihr zunächst das Druckmenü über Strg+P (Windows) oder Cmd+P (Mac). Alternativ klickt ihr auf das Drei-Punkte-Menü und wählt „Drucken“. Im Druckdialog seht ihr auf der rechten Seite verschiedene Optionen.

Unter „Weitere Einstellungen“ findet ihr jetzt standardmäßig den Bereich „Skalierung“. Hier könnt ihr den Zoom-Faktor zwischen 10% und 200% einstellen. Die Vorschau zeigt euch sofort, wie sich die Änderung auswirkt. Bei 90% oder 85% passt oft deutlich mehr Content auf eine Seite, ohne dass die Lesbarkeit leidet.

Besonders praktisch: Chrome merkt sich eure Einstellungen für zukünftige Druckvorgänge. Wenn ihr häufig mit 85% Skalierung druckt, wird dieser Wert automatisch vorgeschlagen.

Neben der Skalierung bietet Chrome weitere nützliche Druckoptionen. Die „Reader-Ansicht“ entfernt Werbung und unnötige Elemente automatisch. Sie aktiviert sich, wenn Chrome sie für eine Seite anbietet – erkennbar am kleinen Reader-Symbol in der Adressleiste.

Für noch mehr Kontrolle könnt ihr auch den Bereich „Seiten“ nutzen. Statt alles zu drucken, wählt ihr gezielt einzelne Seiten aus. Das spart Papier, wenn euch nur bestimmte Abschnitte interessieren.

Ein weiterer Tipp: Nutzt die Querformat-Option für breite Inhalte wie Tabellen oder große Bilder. Das Querformat bietet mehr horizontalen Platz und verhindert, dass Inhalte abgeschnitten werden.

Moderne Webentwicklung berücksichtigt das Drucken übrigens immer mehr. Viele Webseiten haben spezielle Print-Stylesheets, die beim Drucken automatisch eine optimierte Darstellung laden. Diese entfernen beispielsweise Navigationsmenüs, passen Farben an und optimieren die Schriftgrößen.

Wer regelmäßig druckt, sollte auch die Option „Hintergründe drucken“ beachten. Standardmäßig ist sie deaktiviert, um Tinte zu sparen. Bei manchen Dokumenten sind Hintergrundfarben oder -bilder aber wichtig für das Verständnis.

Für Profis gibt es zusätzlich Browser-Extensions, die noch mehr Kontrolle bieten. „Print Friendly“ entfernt automatisch Werbung und unwichtige Elemente. „GoFullPage“ erstellt Screenshots ganzer Webseiten, die ihr dann gezielt bearbeiten und drucken könnt.

Die Druckvorschau zeigt übrigens nicht nur das Endergebnis, sondern auch die Seitenzahl. So seht ihr sofort, ob eure Skalierung das gewünschte Ergebnis bringt. Ein kurzer Text, der ursprünglich zwei Seiten brauchte, passt mit 85% Skalierung oft auf eine Seite.

Ein letzter Tipp für umweltbewusstes Drucken: Nutzt den „Drucken als PDF“-Modus, wenn ihr das Dokument digital archivieren möchtet. Das spart nicht nur Papier, sondern macht das Dokument auch durchsuchbar und teilbar. Chrome erstellt dabei hochwertige PDFs, die alle Formatierungen erhalten.

Die Zeiten von verschwendetem Papier durch schlechte Browser-Druckfunktionen sind definitiv vorbei. Mit den modernen Tools habt ihr die volle Kontrolle über das Druckergebnis.

Zuletzt aktualisiert am 04.04.2026