WordPress-Spalten zu schmal? So optimiert ihr eure Backend-Übersicht

von | 22.12.2021 | Internet

WordPress ist nach wie vor das meistgenutzte Content-Management-System weltweit und treibt über 43% aller Websites an. Durch unzählige Plugins und Themes könnt ihr damit praktisch jede Art von Website gestalten. Doch das WordPress-Backend bleibt bewusst funktional und spartanisch – was manchmal zu Problemen bei der Bedienbarkeit führt. Ein einfacher Trick kann euch hier das Leben erheblich erleichtern!

Die Designmöglichkeiten von WordPress sind vor allem auf das Frontend ausgerichtet – also das, was eure Besucher sehen. Mit einem der mittlerweile über 60.000 verfügbaren Themes oder dem modernen Block-Editor könnt ihr beeindruckende Websites erstellen. Doch im Backend, der Verwaltungsoberfläche, herrscht nach wie vor funktionale Klarheit vor. Das ist prinzipiell gut so, kann aber zu Darstellungsproblemen führen.

Das Problem mit zu schmalen Spalten

Besonders ärgerlich wird es in der Beitragsübersicht unter Beiträge > Alle Beiträge. Hier zeigt WordPress standardmäßig zahlreiche Informationen in Spaltenform an: Titel, Autor, Kategorie, Schlagwörter, Kommentare, Veröffentlichungsdatum und mehr. Auf kleineren Bildschirmen oder bei hohen Bildschirmauflösungen werden diese Spalten oft so schmal, dass der Inhalt kaum noch lesbar ist.

Viele Webhoster bieten heute Managed WordPress-Hosting oder „Webseitenbaukästen“ an, die auf WordPress basieren. Diese werden automatisch aktualisiert, was grundsätzlich sinnvoll ist. Doch manchmal führen Updates zu Darstellungsproblemen, bei denen die Spalten plötzlich viel zu schmal erscheinen.

Die Lösung: Ansicht anpassen

Die Lösung ist einfacher als gedacht und in WordPress seit Jahren verfügbar: Klickt oben rechts in der Beitragsübersicht auf Ansicht anpassen. WordPress öffnet dann ein Dropdown-Menü mit allen verfügbaren Spalten. Hier könnt ihr gezielt auswählen, welche Informationen angezeigt werden sollen.

Das Prinzip ist simpel: Je weniger Spalten aktiv sind, desto mehr Platz haben die verbleibenden Spalten. Deaktiviert einfach die Spalten, die ihr nicht regelmäßig benötigt. Oft reichen schon zwei oder drei deaktivierte Spalten, um die Übersichtlichkeit deutlich zu verbessern.

Welche Spalten könnt ihr meist problemlos ausblenden?

  • Schlagwörter: Wenn ihr nicht intensiv mit Tags arbeitet
  • Kommentare: Falls Kommentare deaktiviert sind oder selten verwendet werden
  • Autor: Bei Ein-Personen-Blogs überflüssig
  • Slug: Nur für SEO-Experten wirklich relevant

Weitere Optimierungen der WordPress-Übersicht

Die Ansicht-anpassen-Funktion bietet noch weitere Möglichkeiten: Ihr könnt auch die Anzahl der Beiträge pro Seite festlegen. Standardmäßig zeigt WordPress 20 Beiträge an, aber je nach Arbeitsweise können auch 50 oder 100 Beiträge pro Seite sinnvoll sein.

Für Power-User gibt es zusätzlich die Möglichkeit, eigene Spalten über Plugins hinzuzufügen oder per Code zu definieren. Plugins wie „Admin Columns“ erweitern die Funktionalität erheblich und ermöglichen die Anzeige von Custom Fields, Bildvorschauen oder anderen spezifischen Daten.

Mobile Optimierung des WordPress-Backends

Seit WordPress 5.0 ist das Backend grundsätzlich responsive designt, aber gerade auf Tablets kann die Spaltenansicht problematisch werden. Hier ist die Anpassung der sichtbaren Spalten besonders wichtig. Auf Smartphones wechselt WordPress automatisch zu einer kompakteren Listenansicht.

Warum WordPress das Backend spartanisch hält

Die bewusst schlichte Gestaltung des WordPress-Backends hat einen guten Grund: Klarheit und Geschwindigkeit. Ein überladenes Backend würde die Ladezeiten erhöhen und die Benutzerfreundlichkeit verschlechtern. Die Möglichkeit zur individuellen Anpassung der Ansicht ist der perfekte Kompromiss zwischen Funktionalität und Übersichtlichkeit.

Fazit

Ein zu schmales WordPress-Backend muss euch nicht ärgern. Mit wenigen Klicks auf „Ansicht anpassen“ könnt ihr die Übersichtlichkeit deutlich verbessern. Experimentiert ruhig mit verschiedenen Kombinationen – die Einstellungen werden für euren Benutzer gespeichert und bleiben auch nach Updates erhalten. So arbeitet ihr effizienter und entspannter mit eurem WordPress-System.

Zuletzt aktualisiert am 23.02.2026