Windows 10 ist zwar offiziell abgekündigt, läuft aber noch auf Millionen von Rechnern. Auch wenn Microsoft seine Unterstützung eingestellt hat, nutzen viele weiterhin dieses System. Wer dabei auf die klassische Suche setzt, kann mit einem einfachen Trick Programme und Kommandos direkt mit Administrator-Rechten starten.
Der Trick funktioniert über die Windows-Suche, die nach Cortanas Rückzug aus dem Desktop wieder zur klassischen Variante zurückgekehrt ist. Das Prinzip ist simpel: Statt Programme erst zu finden und dann umständlich als Administrator zu starten, geht beides in einem Rutsch.
So startet ihr Programme als Administrator über die Suche
Wer etwa die Eingabe-Aufforderung starten möchte, und das mit Admin-Rechten, führt dazu am besten die folgenden Schritte aus:
- Zunächst unten in das Such-Feld klicken und darin cmd eintippen.
- Jetzt gleichzeitig [Strg]+[Umschalt] gedrückt halten.
- Nun auf das Ergebnis klicken.
- Zum Schluss noch die Admin-Rechte bestätigen.
- Schon ist das Terminal bereit zur Annahme von Befehlen, die dann mit erhöhten Rechten ausgeführt werden.
Alternative Wege für Admin-Programme
Der Strg+Umschalt-Trick funktioniert nicht nur mit cmd, sondern mit praktisch allen Programmen. Besonders nützlich ist das bei:
- PowerShell (Eingabe: „powershell“)
- Registry-Editor (Eingabe: „regedit“)
- Systemkonfiguration (Eingabe: „msconfig“)
- Geräte-Manager (Eingabe: „devmgmt.msc“)
- Dienste (Eingabe: „services.msc“)
Wer lieber die Maus benutzt, kann auch einen Rechtsklick auf das Suchergebnis machen und „Als Administrator ausführen“ wählen. Das dauert aber länger als die Tastenkombination.
Warum Administrator-Rechte wichtig sind
Viele System-Tools und Kommandos benötigen erhöhte Rechte, um zu funktionieren. Das betrifft vor allem:
- Systemdateien bearbeiten oder löschen
- Hardware-Treiber installieren oder deinstallieren
- Windows-Dienste starten oder stoppen
- Netzwerk-Einstellungen ändern
- System-Registry bearbeiten
- Festplatten-Partitionen verwalten
Ohne Admin-Rechte verweigert Windows solche Aktionen schlichtweg. Das ist ein wichtiger Sicherheitsmechanismus, kann aber nerven, wenn man weiß, was man tut.
PowerShell als moderne Alternative
Statt der klassischen Eingabeaufforderung solltet ihr übrigens PowerShell bevorzugen. Die ist deutlich mächtiger und wird von Microsoft aktiv weiterentwickelt. Auch PowerShell startet ihr mit dem gleichen Trick als Administrator: „powershell“ eintippen, Strg+Umschalt gedrückt halten und klicken.
PowerShell kann alles, was cmd kann, aber noch viel mehr. Besonders beim Automatisieren von Aufgaben oder beim Verwalten von Netzwerken spielt PowerShell ihre Stärken aus.
Vorsicht bei Admin-Rechten
Erhöhte Rechte bedeuten auch erhöhte Verantwortung. Programme mit Administrator-Rechten können theoretisch alles am System verändern – auch Schäden anrichten. Deshalb solltet ihr:
- Nur vertrauenswürdige Programme als Admin starten
- Bei unbekannten Befehlen vorher recherchieren
- Wichtige Daten regelmäßig sichern
- Im Zweifelsfall lieber nachfragen als experimentieren
Windows 11 und die Zukunft
Der beschriebene Trick funktioniert übrigens genauso in Windows 11. Dort hat Microsoft die Suche sogar noch verbessert und schneller gemacht. Wer noch Windows 10 nutzt, sollte aber langsam über einen Umstieg nachdenken – spätestens wenn der aktuelle Rechner ersetzt wird.
In Windows 11 gibt es zusätzlich das Windows Terminal als moderne Oberfläche für PowerShell und cmd. Das bietet Tabs, bessere Schriften und mehr Anpassungsmöglichkeiten.
Fazit: Einfach und effektiv
Der Strg+Umschalt-Trick ist einer der nützlichsten Windows-Kniffe überhaupt. Einmal gelernt, spart er täglich Zeit und Klicks. Besonders Power-User, die häufig mit System-Tools arbeiten, werden ihn schnell zu schätzen wissen.
Und keine Sorge: Auch wenn Windows 10 nicht mehr offiziell unterstützt wird, funktionieren solche Grundfunktionen weiterhin zuverlässig. Das System läuft ja nicht schlechter, nur weil Microsoft keine Updates mehr liefert.
Zuletzt aktualisiert am 07.04.2026

