Windows Tablet-Modus: App-Symbole dauerhaft anzeigen

von | 21.06.2015 | Windows

Ein PC, der im Handumdrehen zu einem Tablet wird: Das kann sich immer noch sehen lassen. Einfach nur die Tastatur abstöpseln oder umklappen, und schon schaltet Windows 11 (ebenso wie Windows 10) in den Tabletmodus, der für die Bedienung per Finger optimiert ist. Dabei blendet das System aber standardmäßig alle laufenden Programme in der Taskleiste aus – was oft mehr nervt als hilft.

Warum eigentlich diese Einschränkung? Microsoft dachte ursprünglich, dass eine aufgeräumte Taskleiste im Tablet-Modus übersichtlicher wirkt. In der Praxis zeigt sich aber: Viele Nutzer wollen auch im Touch-Modus schnell zwischen Apps wechseln können, ohne umständliche Wege gehen zu müssen.

Die Lösung: App-Symbole dauerhaft einblenden

Für schnellen Zugriff auf häufig benötigte Apps könnt ihr eine versteckte Einstellung in Windows ändern. Der Weg dorthin hat sich über die Jahre etwas gewandelt, funktioniert aber nach wie vor zuverlässig.

In Windows 11:
Öffnet die Einstellungen über das Startmenü oder die Tastenkombination Windows + I. Navigiert zu „System“ > „Anzeige“ > „Mehrere Bildschirme“. Hier findet ihr unter „Verhalten der Taskleiste“ die Option „App-Symbole im Tablet-Modus ausblenden“. Deaktiviert diesen Schalter.

In Windows 10:
Blendet als Erstes das Action-Center auf der rechten Bildschirmseite ein und haltet dann den Finger auf „Tabletmodus“ gedrückt. Anschließend zu den zugehörigen Einstellungen wechseln. Hier wird die Option „App-Symbole im Tabletmodus auf der Taskleiste ausblenden“ deaktiviert.

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Was ändert sich konkret?

Ab sofort versteckt Windows die App-Symbole nicht mehr, wenn in den Tabletmodus geschaltet wird. Das bedeutet: Ihr seht alle geöffneten Programme weiterhin in der Taskleiste und könnt per Fingertipp zwischen ihnen wechseln. Besonders praktisch bei Convertible-Laptops, die ihr regelmäßig zwischen Laptop- und Tablet-Modus umschaltet.

Moderne Alternativen und Workflow-Tipps

Neben dieser klassischen Lösung bietet Windows inzwischen weitere Möglichkeiten für effizientes Multitasking im Touch-Modus:

Task View nutzen: Die Dreifinger-Geste nach oben auf dem Trackpad oder ein Wisch vom linken Bildschirmrand zeigt alle geöffneten Apps in einer übersichtlichen Ansicht. Hier könnt ihr auch virtuelle Desktops verwalten.

Snap-Funktionen: Windows 11 hat die Snap-Layouts deutlich verbessert. Zieht ihr ein App-Fenster an den oberen Bildschirmrand, erscheinen verschiedene Layout-Optionen für die optimale Fensteranordnung.

Alt + Tab bleibt relevant: Auch im Tablet-Modus funktioniert die klassische Alt + Tab Kombination, falls ihr eine Bluetooth-Tastatur angeschlossen habt.

Edge-Verbesserungen: Der Edge-Browser erkennt automatisch den Tablet-Modus und passt seine Benutzeroberfläche entsprechend an – mit größeren Touch-Targets und optimierten Gesten.

Für wen lohnt sich die Anpassung?

Diese Einstellung ist besonders wertvoll für:
– Power-User mit Convertible-Laptops
– Personen, die häufig zwischen mehreren Apps wechseln
– Nutzer großer Tablets (12 Zoll und größer), wo Platz kein Mangel ist
– Alle, die Effizienz über Minimalismus stellen

Mögliche Nachteile bedenken

Ein kleiner Wermutstropfen: Bei Tablets mit kleineren Bildschirmen kann eine volle Taskleiste überladen wirken. Die Touch-Targets werden kleiner, was die Bedienung mit dickeren Fingern erschwert. Probiert es einfach aus – die Einstellung lässt sich jederzeit wieder rückgängig machen.

Fazit: Mehr Flexibilität im Touch-Alltag

Windows gibt euch die Wahl: minimalistisches Design oder maximale Funktionalität. Die meisten Nutzer fahren mit dauerhaft sichtbaren App-Symbolen besser, da der Workflow flüssiger wird. Microsoft hat erkannt, dass Pauschal-Entscheidungen selten für alle optimal sind – deshalb existieren diese Anpassungsoptionen.

Probiert die Einstellung aus und entscheidet selbst, ob euer Tablet-Workflow davon profitiert. In den meisten Fällen werdet ihr die zusätzliche Flexibilität nicht mehr missen wollen.

Zuletzt aktualisiert am 14.04.2026