Windows Home ServerNicht nur in Firmen und Büros fallen an Daten an. Auch zu Hause, in den eigenen vier Wänden: Fotos, Videos, Musik sind letztlich nichts anderes als Datenberge, die allerdings gut aussehen und gut klingen. Zu Hause fallen heute derart viele Daten an, dass es sich durchaus lohnen kann, diese Daten zu organisieren. Viele Familien haben heutere mehrere Rechner, einen für die Eltern, einen für die Kinder – und vielleicht noch einen zum spielen. Hinzu kommen jede Menge digitale Geräte, ob nun MP3-Player, Organizer oder vielleicht auch Musik-Abspielstationen, die auf der Festplatte gespeicherte Daten streamen. Was braucht der engagierte Familien-Administrator also? Richtig: Einen Home-Server.

Das klingt erst mal verrückt. Doch sinnvoll wäre es schon, alle Fotos, Videos, TV-Sendungen, Songs, Privatvideos oder Daten zentral zu speichern, an einem Fleck. Auf einem Server eben. Dann kann man nicht nur bequem von jedem Rechner aus darauf zugreifen, ohne sich überlegen zu müssen, wo die begehrten Daten denn nun gerade gespeichert sind. Nein, die Daten sind auch noch gut und sicher verstaut, eine solide Backup-Policy vorausgesetzt. So ein Home-Server ist also durchaus sinnvoll.

Microsoft will demnächst auch in Deutschland seinen Windows Home Server anbieten. Die Software kann sich sehen lassen. Sie erkennt zum Beispiel alle eingebauten und extern angeschlossenen Festplatten und verteilt gespeicherte Daten redundant auf allen Platten. Alles liegt also zwei Mal vor. Geht eine Festplatte kaputt, kann sie einfach gegen ein anderes Modell ausgetauscht werden. Fertig. Niemand verlangt, dass nur Festplatten desselben Herstellers oder sogar Festplatten desselben Modells verbaut werden. Der Windows Home Server ist flexibel. Das ist clever. Natürlich gibt es auch ein solides Sicherheitsmanagement und vieles andere mehr.

Ich bin dennoch skeptisch, dass der Windows Home Server sich aus dem Stand gut verkaufen wird (anders als in den USA). Denn: Einen zusätzlichen Rechner aufzustellen, der rund um die Uhr läuft (oder zumindest sofort anspringt, wenn manihn braucht), der also Strom grißt und Platz wegnimmt, das will in Deutschland nicht jeder. Viele haben auch einfach nicht den Platz dafür. Das sieht in den USA anders aus, wo praktisch jeder im eigenen Haus wohnt (von einigen Ballungszentren mal abgesehen). Nein, ich glaube, der Home-Server-Markt dürfte es in Deutschland recht schwer haben.

3 Kommentare
  1. Daniel sagte:

    seh ich genauso. wenn jemand einen server zu hause hat, dann linux oder die “profis” haben einen sbs2k/sbs2k3 (so wie ich :D)
    ein “home-server” ist für mich keine alternative…

  2. Andreas Ackermann sagte:

    ich arbeite lieber mit wechselfestplatten, wobei die system-platte eingebaut ist, man also mehrere wechselplatten benutzen kann, je nachdem, wie’s beliebt.

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  1. […] virtuellen Arbeitsspeicher und man bekommt auch den Hinweis dass das Arbeitsvolumen nicht auf der gleichen Partition wie der Photoshop-Programmordner und Windows-Auslagerungsdateien sein soll. Deswegen habe […]

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