Beim speichern des eingescannten Bildes haben Sie die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Dateiformaten und Komprimierungsstufen. Folgende Dateiformate sind Standard und können auch von jedem Windows-PC verarbeitet werden:

BMP-Format

Dieses Dateiformat ist das wohl älteste und es ist auch eines der „schlechtesten“. Denn hier gibt es keinerlei Komprimierung; der PC speichert tatsächlich Pixel für Pixel. In der Anfangszeit des PCs war das ganz okay; die Bilder waren nicht so großformatig und für aufwändige Komprimierungstechniken waren die damaligen PCs schlicht zu langsam. Heute allerdings ist dieses Format kaum mehr praktikabel; es produziert schon bei recht kleinen Vorlagen Dateien mit einer Größe von mehreren Dutzend Megabyte.

Einen nicht zu unterschätzenden Vorteil allerdings hat das BMP-Format doch: Durch die fehlende Komprimierung geht nichts an Bildqualität verloren; denn alle Komprimierungsverfahren produzieren gewisse Bildverluste. Das Bild wird dadurch „unscharf“ und es sind so genannte Artefakte zu sehen – Muster im Bild, die im Original nicht zu sehen waren.

TIF-Format

Das schon recht alte TIF-Format kennt bereits die Möglichkeit der Kompression, allerdings kann diese auch abgeschaltet sein. In der Regel gibt es drei Stufen: Das unkomprimierte Abspeichern, die Speicherung mit normaler Kompression und die Kompression mit so genanntem horizontalem Prediktor – die Datenmenge sinkt dann deutlich. Insgesamt allerdings ist das TIF-Format veraltet, weil es trotz Kompression noch immer recht große Dateien produziert. Der Qualitätsverlust beim komprimieren ist dafür ebenfalls recht moderat – in Bereichen, in denen die Qualität der Bilder sehr wichtig ist (zum Beispiel bei der Herstellung großformatiger Druckvorlagen) erfreut sich das TIF-Format daher weiterhin einer gewissen Beliebtheit.

GIF-Format

Die drei Buchstaben GIF stehen für Graphics Interchange Format; frei übersetzt also Grafik-Austausch-Format. GIF wurde quasi aus der Not heraus geboren. Als in den USA der Online-Dienst Compuserve an den Start ging (sozusagen in der Steinzeit des Computers, als Internet und schnelle Modems noch unbekannt waren), da musste dringend ein Verfahren her, um Bilder in möglichst kleinen Dateien unterzubringen. BMP-Dateien zu transportieren hätte zur damaligen Zeit Stunden gedauert.

Compuserve erfand ein geeignetes Komprimierungsverfahren – das GIF-Format. Die Komprimierungsqualität des GIF-Formates ist bereits hervorragend – und das bei einer in der Regel sehr guten Qualität. Aus diesem Grund hat sich das GIF-Format auch bis heute halten können. Im Internet spielt es sogar nach wie vor eine große Rolle, allerdings vor allem aufgrund einer Besonderheit: Im GIF-Format ist es nämlich möglich, in einer Datei mehrere Bilder zu speichern, die dann automatisch nacheinander gezeigt werden – das so genannte Animated-GIF-Format dient heute vor allem als Dateiformat für Werbebanner.

JPG-Format

Das JPG-Format ist sozusagen die aktuelle „Krönung“ der Grafikkomprimierung und hat sich in sehr vielen Bereich durchgesetzt. Praktisch alle Bilder im Internet (ausgenommen die animierten – siehe oben) liegen im JPG-Format vor. Kein Wunder, denn hinter JPG steckt die geballte Kompetenz der gesamten Komprimierungswissenschaft.

JPG, das ist die Abkürzung für Joint Pictures Expert Group (eigentlich heißt das Format deshalb JPEG, aber Windows-PCs benutzen nur drei Buchstaben, um den Dateityp zu kennzeichnen) und dahinter steckt eine Gruppe von Wissenschaftlern und Industrievertreten, die das Format festgelegt und zum Standard erklärt haben. Nur so konnte JPG sich auch in relativ schneller Zeit durchsetzen. JPG bringt sehr gute Komprimierungsleistungen und das bei sehr guter Qualität und einer Reihe von Variationsmöglichkeiten. So ist mit JPG – anders als in allen anderen Komprimierungsverfahren – eine Einstellung der Qualitätsstufe möglich.

JPG hat zudem eine Eigenschaft, die das Programm vor allem für die Übertragung von Bildern per Internet interessant macht. Die Bilder werden bei JPG nicht Zeile für Zeile sondern sozusagen „Schicht für Schicht“ aufgebaut. Ist der Anfang einer Bilddatei übertragen, ist das Bild in Umrissen schon erkennbar. Je mehr Daten übertragen werden, desto „schärfer“ wird das Bild – sollte also während der Übertragung der Daten ein Fehler passieren, ist das Bild zumindest in seinen groben Zügen trotzdem zu erkennen. Auch die meisten Digitalkameras arbeiten heute aus den oben genannten Gründen mit dem JPG-Format. Auch für das speichern ihrer eingescannten Bilder sollte JPG erste Wahl sein.

In welchem Dateiformat ein Bild gespeichert wird, bestimmen Sie in der Regel beim ersten abspeichern. Wählen Sie aus dem Menü Datei den Befehl Speichern. Im Dialogfenster, das nun erscheint, können Sie meist über ein Listenfeld den gewünschten Dateityp auswählen. Je nach Dateityp lassen sich zudem verschiedene Parameter wie etwa die Komprimierungsstärke (z.B. bei JPEG) einstellen.