Es gibt verschiedene Wege, sich gegen Betrüger abzusichern. Teilweise ist das zwar mit zusätzlichen Kosten und Mühen verbunden – billiger als auf einen Betrug hereinzufallen ist es aber in jedem Fall.

Wenn Ihnen bei einer Auktion etwas spanisch vorkommt, dann gibt es genau drei Möglichkeiten: Trotzdem mitbieten, nach einem anderen Anbieter suchen oder abwarten, was nach den Auktionen des Anbieters passiert und dann eventuell in einer späteren Auktion zugreifen. Bieten Sie trotz leichter Bedenken, dann sollten Sie rund um die Auktion Vorkehrungen treffen, um die Risiken zu minimieren.

Versandrisiken ausschalten

„Ich habe die Ware doch längst losgeschickt“ – eine Ausrede, um die Betrüger im Zweifelsfall nicht verlegen sind. Die Schuld auf die Post abzuwälzen ist recht bequem, besonders wenn Sie einen Artikel als Päckchen oder Brief zugeschickt bekommen sollen. Denn bei diesen Versandformen gibt es keinen Einlieferungsbeleg und auch keine Möglichkeit nachzuprüfen, wo die Sendung abgeblieben ist. Einzige Möglichkeit in solchen Fällen: Einen Nachforschungsantrag stellen. Im schlimmsten Fall bekommen Sie dann nach mehreren Wochen mitgeteilt, dass über den Verbleib Ihrer Sendung nichts bekannt ist – womit der Streit erst recht losgehen dürfte. Aber es gibt auch Mittel und Wege, die Versandrisiken auszuschalten oder zumindest zu minimieren.

Ware persönlich abholen

Immer noch der beste Weg, um Problemen aus dem Weg zu gehen. Vor Ort können Sie die Ware gleich in Augenschein nehmen und prüfen, ob alles wie beschrieben funktioniert. Zudem sparen Sie noch die Portokosten und müssen keine Wartezeit in Kauf nehmen. Beim Kauf können Sie daher bewusst darauf achten, ob ein gewünschter Artikel von einem Verkäufer in Ihrer Nähe angeboten wird. Allerdings müssen Sie vorher mit dem Verkäufer abklären, ob eine Abholung möglich ist – nicht alle Verkäufer sind damit einverstanden. Manche Anbieter (vor allem Händler) haben in ihren Artikelbeschreibungen beispielsweise stehen, dass eine Abholung generell ausgeschlossen ist.

Versand als Paket

Der Versand als Paket über DHL (ehemals Deutsche Post AG) bietet eine Reihe von Vorteilen. So sind Paketsendungen automatisch bis zu einer bestimmten Höhe versichert. Kommt die Ware auf dem Postweg abhanden, haben Sie gute Chancen, die Kosten erstattet zu bekommen. Zudem erhält der Absender einen Einlieferungsbeleg mit einer Identifikationsnummer. Der Verkäufer kann so nachweisen, dass er tatsächlich die Ware auf die Reise geschickt hat.

Zudem lässt sich anhand der Identifikationsnummer der Weg und aktuelle Aufenthaltsort des Pakets ermitteln. Per Paket lassen sich auch recht schwere Waren bis 20 Kilogramm verschicken. Der Nachteil: Paketsendungen sind recht teuer. Das sollten Sie beim Kauf mit einkalkulieren; denn für viele Waren lohnt sich der Kauf per eBay dann schon nicht mehr. Auktionspreis und Versandkosten liegen am Ende höher als das, was Sie im Laden für die Ware bezahlen würden.

Einschreiben

Eine andere Möglichkeit ist der Versand per Einschreiben. Hier gibt es verschiedene Formen. Die einfachste (und preisgünstigste) ist das so genannte Einwurfeinschreiben. Dabei quittiert der Postbote, dass er den Brief oder die Warensendung in Ihren Briefkasten geworfen hat – was danach passiert (zum Beispiel ob der Brief geklaut wird), ist nicht Sache der Post.

Daneben gibt es das reguläre Einschreiben (bei dem Sie den Empfang quittieren müssen), das Einschreiben mit Rückschein (bei dem der Verkäufer einen Beleg erhält, dass die Ware tatsächlich von Ihnen angenommen wurde) und das Eigenhändige Einschreiben (bei dem die Sendung nur an Sie persönlich herausgegeben werden darf). In Frage kommt ein Versand als Einschreiben vor allem dann, wenn es sich um hochwertige, aber nicht schwere oder große Ware handelt – zum Beispiel ein teures Softwarepaket.