Seitdem es das Internet gibt, ist bekanntlich nichts mehr so, wie es früher mal war. Das Netz beflügelt die Kommunikation. Jeder kann problemlos im Netz „senden“ oder etwas veröffentlichen – ein Privileg, das früher Journalisten, Verlagen, Verbänden und großen Firmen vorbehalten war. Schon allein wegen der Kosten.

Mit einer eigenen Webseite im Netz vertreten zu sein, ist weder mit hohen Kosten verbunden, noch mit allzu viel Aufwand. Seit einer Weile besonders beliebt: so genannte „Blogs“. Ein Kunstwort, das sich aus „Web“ und „Logbuch“ zusammensetzt. Denn Blogs sind gewissermaßen elektronische Tagebücher. Hier schreiben die Menschen auf, was sie bewegt, was ihnen auffällt, was sie inspiriert oder sorgt.

Anders als das klassische Tagebuch ist ein Blog aber öffentlich. Jeder kann rein schauen – zumindest, wenn es der Autor das so möchte. Blogs sind also quasi öffentlich ausliegende Bücher, die ständig aktualisiert werden. Ob täglich, wöchentlich – oder sogar stündlich, liegt allein daran, wie fleißig der Autor ist. Während manche Blogs nur für Freunde und Bekannte gedacht sind, entwickeln sich manche Blogs zu regelrechten Publikumsmagneten. Oder politischen Zeitbomben. Vor allem dann, wenn sie intelligente Kommentare und Gedanken enthalten. Es gibt eine vitale, pulsierende Blog-Szene im Netz.

In den meisten Blogs können die Besucher auch ihre Meinung sagen. Sie können also Stellung beziehen oder die hinterlegten Gedanken kommentieren. So entsteht dann ein reger Austausch zwischen dem Blogger und seinen Lesern. Wenn er oder sie das möchte. Es gibt Millionen von Blogs im Netz. Man muss nur eine Suchmaschine mit den entsprechenden Begriffen füttern… Oder http://www.blog.de besuchen.

Mittlerweile gibt es auch Foto-Blogs. Ähnlich Konzept, anderes Medium: Hier veröffentlicht der Blogger in erster Linie Fotos. Bilder, die er mit der Digitalkamera aufnimmt – oder mit dem Handy. Manche Blogger bestücken ihren Blog mehrmals am Tag. Auch von unterwegs. Etwa aus dem Urlaub. Foto-Handys machen es möglich. Auch hier: Die Besucher können die Bilder kommentieren. Es gibt so manchen skurrilen Foto-Blog. Ein Franzose fotografiert zum Beispiel jede seiner Mahlzeiten.