Sie werden immer beliebter: Hörbücher. Einfach CD in den Player legen – und entspannt zuhören. Zuhause auf dem Sofa. Oder unterwegs im Auto. Früher kamen Hörbücher auf Kassette daher, dann per CD – und heute? Heute kann man sich Hörbücher auch im Internet besorgen. Per Mausklick. Und dann auf CD brennen oder auf den MP3 Player übertragen. Eine praktische Sache – oder doch nicht?

In den virtuellen Regalen des noch relativ jungen Onlineshops audible.de stehen mehrer hundert Hörbücher. Wer hier einen Titel kauft, kann ihn sich beliebig oft anhören. Oder das geladene Hörbuch auch auf CD brennen. Oder auf MP3-Player kopieren. Für den Hörgenuss unterwegs.

Allerdings gibt es einige Einschränkungen. Denn audible.de verwendet „Digital Right Management“. Eine Art Kopierschutz. Darum lassen sich hier gekaufte bei audible.de gekauften Hörbücher nicht auf alle MP3-Player übertragen. Zumindest nicht so ohne weiteres.

Damit die Tondateien nicht zu groß werden, also zu viel Speicherplatz kosten, bietet Audible die Hörbücher in eingeschränkter Tonqualität an. Ganz OK, aber weit davon entfernt, ein Hörerlebnis zu sein.

Hörspiele zum Beispiel machen mit diesen technischen Rahmendaten nur wenig Sinn. Da müsste die Tonqualität deutlich besser sein. Technisch wäre das kein Problem. Die Kunden müssten sich dann allerdings auf längere Ladezeiten und größere Tondateien einstellen.

Audible bietet sogar Zeitungsabos an. Die wichtigsten Nachrichten des Tages – von Profis vorgelesen, zum Beispiel Wirtschaftsnachrichten aus dem Handelsblatt.

Das Onlineportal www.soforthoeren.de geht einen etwas anderen Weg. Die Hörbücher hier sind nicht kopiergeschützt, sondern werden im populären MP3-Format ausgeliefert. Das hat eine Menge Vorteile. Wer bei soforthoeren.de einkauft, kann die Hörbücher nämlich ohne Umwege und Schwierigkeiten auf jedem handelsüblichen MP3-Player abspielen. Beliebig oft. Ebenso auf dem eigenen PC. Auch CDs lassen sich problemlos brennen.

Ungeschützt sind die Audiodateien deswegen aber nicht. Denn soforthoeren.de kennzeichnet gekaufte Hörbücher mit einem so genannten digitalen Wasserzeichen. Das sind Informationen über den Käufer, die unhörbar in der Tondatei versteckt werden. Eine Technologie, die am Fraunhofer Institut in Darmstadt entwickelt wurde.

Würde jemand die gekauften Hörbücher zum Beispiel in Tauschbörsen, weiter verbreiten, was verboten ist, ließe sich das ohne weiteres nachweisen. Eine sinnvolle Hürde. Die Verlage haben einen gewissen Schutz – und die zahlenden Kunden müssen keine unnötigen Einschränkungen hinnehmen.

soforthoeren.de hat jede Menge Hörspiele im Angebot. Preise und Tonqualität sind ganz ordentlich. Die Auswahl jedoch ist deutlich größer als bei audible.de. Über 50 Hörbuchverlage bieten über soforthoeren.de ihre Werke an, darunter auch jede Menge namhafte Häuser.

Eine schöne Alternative zu den kommerziellen Angeboten ist http://www.vorleser.net. Hier lesen Profis Bücher und Texte vor, aber kostenlos. Jeder kann die Hörbücher gratis aus dem Netz laden. In hervorragender Qualität.

Bei vorleser.net ist alles kostenlos zu bekommen. Jede Menge große Namen: Hans-Christian Andersen, Johann Wolfgang von Goethe, Rainer Maria Rilke, Joachim Ringelnatz – die Liste der Autoren ist lang.

Bücher aus der aktuellen Bestsellerliste gibt´s hier allerdings nicht. Nur Klassiker. Denn nur die sind frei von Urheberrechten und dürfen kostenlos vorgelesen werden. Bei aktuellen Titeln würde das nicht gehen.