Das World Wide Web: Für Laien eine wunderbare Sache – wortwörtlich genommen. Denn es grenzt an ein Wunder, dass die meisten Anfragen so schnell beantwortet werden. Egal, wo eine Webseite gespeichert ist: Normalerweise erscheint der Inhalt schon Sekundenbruchteile nach dem Anklicken auf dem Bildschirm. Meistens – aber eben nicht immer. Manchmal stauen sich die Daten, wird das Netz verstärkt von Attacken erschüttert – oder es gibt einfach zu dichtes Gedrängel in den Datenleitungen, etwa, weil sich zu viele Menschen gleichzeitig über Olympia informieren wollen.

Ich habe eine Weile nach Angeboten gesucht, wo man sich über den Zustand des Netzes informieren kann. Es gibt viele Seiten. Aber keine ist so gut gemacht wie der Echtzeit Web-Monitor von Akamai: Hier kann man in jedem Augenblick genau sehen, wie viel gesurft wird, überall auf der Welt. Ob sich die Zahl der Hackangriffe derzeit im Rahmen des Üblichen bewegt und wo das Internet eher lahm als schnell ist. Alles in übersichtlichen Weltkarten eingezeichnet.

Verblüffend – und wirklich gut gemacht. Akamai kann sich konkrete Aussagen leisten, denn die Firma wickelt einen großen Anteil aller Suchanfragen im Internet ab. Akamai ist darauf spezialisiert, Videos oder Livestreams zu verteilen (auch für den WDR), Downloads zu organisieren und die Webseiten großer Unternehmen zu „hosten“, also bereitzustellen. 35.000 Server betreibt Akamai dazu weltweit.

Das Ergebnis der sekündlich aktualisierten Statistiken ist wirklich beeindruckend. So beantwortet Akamai durchschnittlich vier Millionen Anfragen – pro Sekunde! In Spitzenzeiten können es auch schon mal doppelt so viele sein. Schön auch die Funktion, die zeigt, welchen Weg Daten im Web nehmen, etwa wenn ein Surfer in Los Angeles eine Webseite in Peking ansteuert, oder ein Datensurfer aus Paderborn in Auckland, Neuseeland etwas nachschlägt.

Erstaunlich, dass der Echtzeit Web-Monitor nicht bekannter ist.