Logo Vorratsdatenspeicherung Was soll der gemeine Konsument denn davon halten? Da werden der Telekom persönliche Daten von über 17 Millionen Kunden entwendet – sicher nicht nur in meinen Augen keine Lappalie, sondern ein ausgewachsener Skandal -, doch erst über zwei Jahre später erfährt die Öffentlichkeit davon? Abgesehen davon, dass dies wohl kaum als vertrauensbildende Maßnahme für einen der großen Kommunikationsanbieter im Land bezeichnet werden kann, wirft das natürlich eine weitere Frage auf. Nämlich: Wie sicher bitteschön sind denn dann all die Daten, die aufgrund des Gesetzes zur Vorratsdatenspeicherung

Wir erinnern uns: Der Gesetzgeber will, dass jede Menge Nutzerdaten erfasst und gespeichert werden, etwa wer, wann mit wem telefoniert hat, in welcher Funkzelle man sich dabei aufgehalten hat und vieles andere mehr. Wenn sich ein Unternehmen von der Größe einer Telekom 17 Millionen Datensätze klauen lässt, wieso dann nicht solche, noch viel sensiblere Daten?

Schlimm genug, dass der Staat mehr oder weniger beliebig auf diese Daten zugreifen kann. Man muss ja nun befürchten, dass jeder, der einen Zugang zu einem Telekom-Terminal hat, in der Lage ist, diese nun wirklich sensiblen Daten zu mopsen. Jedenfalls wird mich die Telekom nicht so schnell vom Gegenteil überzeugen können, angesichts derart vieler Datenpannen in letzter Zeit.