Chrome LogoGoogle macht ernst: Knapp drei Monate, nachdem Google die erste Testversion (Beta) seines „Chrome“-Browsers vorgestellt hat (und bald danach eine Menge Prügel einstecken musste wegen nicht geklärter Fragen, etwa welche Daten der Browser sammelt und überträgt), ist der Zusatz „Beta“ nun aus der Bezeichnung herausgestrichen worden. Damit ist die Testphase offiziell beendet.

Google Chrome gilt damit aus der Sicht der Entwickler als fertig und ausgetestet – und kann auch auf Arbeitsplatzrechnern eingesetzt werden.

Der Browser ist natürlich nach wie vor kostenlos und kann auf der WWW: Google Chrome Seite geladen werden. Voraussetzung: Ein Rechner mit Windows XP oder Windows Vista.

Eine der größten Stärken des ansonsten umstrittenen Browsers ist sein Arbeitstempo. Vor allem moderne Web-2.0-Seiten, die viel Javascript enthalten, werden deutlich schneller ausgeführt und angezeigt als mit jedem anderen Browser. Außerdem ist Chrome stabiler als andere Browser, weil der Arbeitsspeicher intelligenter verwaltet wird.

In puncto Funktionsumfang haben die Entwickler allerdings nur wenig getan. Chrome hat jetzt zwar auch eine Lesezeichen-Verwaltung (Bookmarks). Ansonsten ist Chrome nach wie vor ein eher schlanker, fast schon spartanisch wirkender Browser. Allerdings gibt es jetzt auch für Chrome die Möglichkeit, Erweiterungen (Plugins, Addons) anzubieten, um fehlende Funktionen nachzurüsten. Genau das macht Firefox so populär – ohne geht’s ganz sicher nicht.

Ob der nun offiziell verfügbare Chrome Browser seinen Weg macht, wird sich zeigen. Das Arbeitstempo ist jedenfalls beeindruckend. Aber nur, wenn es Google gelingt, das Vertrauen der vielen Skeptiker zu gewinnen und gleichzeitig möglichst zahlreiche Entwickler schicke Extras für den Browser entwickeln, hat der Browser eine Zukunft.

Der größte Konkurrent ist in meinen Augen Firefox, nicht der Internet Explorer. Den Internet Explorer benutzen die meisten aus Bequemlichkeit. Firefox aus Überzeugung. Auch Chrome wird man nur aus Überzeugung einsetzen. Keine einfache Aufgabe für Google, die Firefox-Fans für Chrome zu begeistern.