Das BIOS (Basic Input Output System) ist das fest im Computer eingebaute Systemprogramm. Es wird gleich nach dem Einschalten aktiv, steuert Bildschirm und Tastatur und lädt wenige Sekunden später das Betriebssystem des Vertrauens, in der Regel Windows oder Linux. Im BIOS kann so manches eingestellt werden, etwa wie eingebaute oder angeschlossene Geräte benutzt werden. Wer direkt nach dem Einschalten des Rechners die Taste [Entf] drückt, gelangt ins BIOS-Setup und kann Einfluss auf die Einstellungen des Systems nehmen.

Da hier auch folgenreiche Veränderungen vorgenommen werden können, lässt sich der Zugang zum BIOS-Setup auf vielen Rechnern durch ein Passwort schützen. Wer sein Passwort vergessen oder einen Rechner gekauft hat, der passwortgeschützt ist, hat schlechte Karten: Der Zugang zum BIOS-Setup wird verwehrt. Aber es gibt einen Trick, das Passwort zu umgehen: Dazu den Rechner ausschalten und bei Notebooks den Akku entfernen. Danach im Rechner die kleine Minibatterie entfernen, die normalerweise dafür sorgt, dass Uhr und Kalender im Rechner auch bei ausgeschaltetem Gerät weiter laufen – und BIOS-Einstellungen nicht verloren gehen. Diese Batterie befindet sich normalerweise an einem gut zugänglichen Ort direkt auf dem oder am Motherboard (Hauptplatine).

Wer nach dem Ausbau der Minibatterie den Rechner ein paar Stunden ausgeschaltet lässt, sollte die Batterie danach wieder einbauen und den Rechner einschalten. Die BIOS-Daten sind nun verloren – inklusive dem Passwort. Der Zugang zum BIOS-Setup sollte nun wieder möglich sein. Falls dieser Trick nicht funktioniert, lohnt das Nachschlagen in einer Liste mit geheimen Spezialkennwörtern. Denn die meisten BIOS-Hersteller haben ein “Master-Passwort” vorgesehen, das immer funktioniert. Die (englischsprachige) Liste gibt es unter:

http://www.labmice.techtarget.com/articles/BIOS_hack.htm