Digitale Fotografie hat zweifellos ihren Reiz – aber auch so ihre Geheimnisse. Denn wohl kaum ein Fotofreund ahnt, dass moderne Digitalkameras und die meisten Foto-Handys beim Drücken auf den Auslöser nicht nur das eigentliche Bild festhalten, sondern sich auch en genauen Zeitpunkt sowie einige Umstände der Aufnahme merken.

Datum, Uhrzeit, Kameratyp, Blende – all diese Informationen werden unsichtbar in der JPG-Datei versteckt und können jederzeit aus dem JPG-Foto ausgelesen werden.

Fachleute bezeichnen die versteckten Infos als “Exif”. Die Abkürzung steht für “Exchangeable Image File Format”, ein vor einigen Jahren von der japanischen Elektronikindustrie entwickelter Standard, wie Zusatzinformationen in Digitalfotos gespeichert werden.

Mittlerweile fügen die meisten modernen Digitalkameras der eigentlichen Fotoaufnahme unbemerkt eine ganze Reihe von Informationen über die Bildentstehung hinzu. Je nach Kameratyp landen Angaben über Belichtungszeit, Blende, Kameratyp, Aufnahmezeitpunkt und Lichtempfindlichkeit im JPG-Bild.

In Foto selbst sind die Informationen natürlich nicht zu sehen. Sollen sie auch nicht. Doch moderne Fotoprogramme können die Daten jederzeit sichtbar machen. Wer lediglich Schnappschüsse macht, braucht diese “Metadaten” (Zusatzinformationen) in der Regel nicht. Profis und ambitionierte Fotografen hingegen können die Exif-Daten durchaus sinnvoll nutzen. So ist es zum Beispiel dank Exif möglich, mit relativ wenig Aufwand Belichtungsreihen anzufertigen und das Ergebnis der Einstellungen im Bild jeweiligen zu kontrollieren, nach noch Monate nach der Aufnahme. Niemand muss sich während der Aufnahmen Notizen über die technischen Rahmenbedingungen machen.

Wer nicht möchte, dass andere diese Informationen zu sehen bekommen, muss die Exif-Daten mit Hilfe eines geeigneten Programms aus dem Bild entfernen.