Trojaner sind eine allgegenwärtige Bedrohung: Computerbenutzer können sich nicht nur schützen, sie sollten es sogar. Alles andere wäre fahrlässig.

Wenn selbst auf den vermeintlich gut geschützten Rechnersystemen von Bundeskanzleramt und Bundesministerien Trojaner aus dem Ausland auftauchen, wie erst kürzlich geschehen, kann man sich leicht vorstellen, wie es auf weniger gut gesicherten Systemen aussieht. Über das Internet auf den Weg gebrachte Trojaner sind heute ein völlig alltägliches Spionagewerkzeug, auch im Bereich der Wirtschaftsspionage.

Der Bundestrojaner

Aus technischer Sicht sind Trojaner mehr oder weniger gewöhnliche Computerprogramme, wenn auch mit einem ungewöhnlichen Auftrag: Sie sollen Sicherheitssysteme austricksen, um möglichst lange unentdeckt zu bleiben und dann auf dem PC verwertbare Daten auszuspionieren. In diesem Punkt unterscheiden sich gewöhnliche Trojaner kein bisschen vom so genannten Bundestrojaner, mit dem Bundesinnenminister Schäuble die PCs von Terrorverdächtigen ausschnüffeln möchte.

Trojaner heißen so, weil sie sich in unverdächtigen Dateien verstecken und es auf diese Weise oft ungehindert auf die Festplatte schaffen. Sie kommen huckepack mit Textdokumenten, Excel-Tabellen oder Zip-Dateien. Auch in ausführbaren Programmen können sich Trojaner verstecken, gerne in kostenlos verteilten, auf den ersten Blick nützlichen Programmen. Diese Programme werden aber nur ins Netz gestellt, um die darin enthaltenen Trojaner zu verteilen.

Die meisten Trojaner kommen per E-Mail

Das Gros der Trojaner lander per E-Mail im Rechner, versteckt in einem Dateianhang. Erst wenn der Benutzer den Dateianhang öffnet, wird das Programm gestartet. Sofern kein Schutzsystem vorhanden ist, nistet sich der Trojaner im System ein und geht seiner eigentlichen Bestimmung nach: der Spionage. Einige Trojaner zeichnen Eingaben auf, andere durchforsten die Festplatte nach verwertbaren Informationen.

Was genau gesucht wird, hat der Programmierer des Trojaners vorher festgelegt. Einige suchen nach Kreditkartendaten, andere nach vertraulichen Firmeninformationen, auf die es Wettbewerber in Fernost abgesehen haben. Die aufgezeichneten oder entdeckten Daten werden später via Internet an den Auftraggeber übermittelt.

Computerbenutzer haben verschiedene Möglichkeiten, Trojaner abzuwehren. Am aller wichtigsten ist es, eintreffenden E-Mails skeptisch zu begegnen, vor allem, wenn jemand unaufgefordert Dokumente mitschickt oder zum Download eines Dokuments oder eines Programms auffordert. Wichtig: Die Absenderadresse kann gefälscht sein, deshalb reicht es nicht, nur bei unbekannten Absendern misstrauisch zu werden. Auch bekannte Absender können einen Trojaner verschicken, unabsichtlich oder weil die Absenderadresse manipuliert wurde.

Virenschutz kann helfen

Gängige Virenschutzprogramme und Internet Security Suiten erkennen die üblichen Trojaner und blocken sie ab. Bei unbekannten, neuen oder extra angerfertigen Trojanern ist das allerdings schwieriger. Solche Trojaner schlüpfen oft durchs Netz der Schutz-Software. Eine Schutzprogramme erkennen auffälliges Verhalten von Schnüffelprogrammen und schlagen dann Alarm, aber das ist keineswegs garantiert.

Deshalb kann eine Firewall helfen, denn eine Firewall blockt nicht nur Angriffe aus dem Netz ab, sondern erkennt auch, wenn eine Anwendung auf dem eigenen Rechner versucht, Daten ins Netz zu schicken. Genau das machen Trojaner, um die ausgespähten Daten zu verraten. Eine Firewall kann das erkennen und den Datenaustausch unterbinden.

Sorgfältig konfigurierte Firewall

Das setzt allerdings eine sorgfältig konfigurierte Firewall voraus, was Laien mitunter etwas schwer fällt. In Unternehmen sollte das aber kein Problem darstellen. Unter http://www.springhin.de/trojaner lässt sich PestPatrol erreichen. Der kostenlose Scanner untersucht den eigenen Rechner auf eventuell vorhandene Schadprogramme. Die Onlineversion von PestPatrol kann nur nach Schadprogrammen fahnden, sie aber nicht entfernen. Dazu ist die Kaufversion nötig. Für einen ersten Check ist die Onlineversion von PestPatrol gar nicht schlecht.