Normalerweise sind Backups mühsam und zeitaufwändig: Doch ein neuer Online-Dienst erledigt die Backups lautlos und automatisch. Die gesicherten Daten sind sicher wie in einer Schweizer Bank.

Es gibt Stichwörter, auf die reagiert fast jeder Computerbenutzer mit einer gewissen Unruhe. „Backup“ gehört dazu, denn jeder weiß: Eigentlich sind regelmäßige Backups total wichtig – aber eben auch mühsam und zeitaufwändig. Wer kramt schon gerne Rohling heraus, kopiert emsig alle wichtigen Daten und beschriftet die Rohling später auch noch? Darum wird das wichtige Thema gerne vernachlässigt. Kaum ein privater PC-Benutzer hat ein vernünftiges Backup-Konzept. Selbst viele Profis nicht.

Online-Backup ist besonders praktisch

Dabei gibt es heute durchaus bequeme Möglichkeiten, Sicherheitskopien anzufertigen. Besonders wichtige Daten speichere ich online als Backup. Das ist sicher, bequem und dank immer schnellerer Datenleitungen heute auch flott genug. Natürlich sollte man keine kompletten Festplatten auf diesem Wege sichern. Es dauert einfach zu lange, 500 GByte ins Web zu schieben. Aber meine wichtigsten Daten, die auf keinen Fall verloren gehen dürfen, etwa Korrespondenz, Artikel, Fotos oder Adressbestände, die sichere ich heute online. Teilweise zusätzlich, denn da sind die Daten sicher vor Diebstahl, Feuer und Wasserschaden.

Jetzt ist ein neuer Online-Backupdienst an den Start gegangen, der so sicher wie ein Schweizer Banktresor sein will und auch genau damit wirbt: Gigabank, ein Service der Swisscom. Bei Gigabank werden alle Daten parallel an gleich drei Schweizer Standorten gespeichert. Swisscom betreibt dazu Rechenzentren in Zürich, Genf und Bern. Sollte mal einer der Standorte ausfallen, funktionieren die beiden anderen immer noch. So können die Daten garantiert nicht verloren gehen – und man kann ebenso garantiert immer darauf zugreifen.

Automatisches Backup

Der Charme bei Gigabank ist: Das Backup erfolgt automatisch und unbemerkt im Hintergrund. Der Benutzer muss lediglich einmal ein spezielles Backup-Programm laden, danach kann er festlegen, welche Ordner, Dateien oder Dateitypen regelmäßig gesichert werden sollen. Alles andere erledigt das Programm selbständig. Sobald eine Datei dazu kommt oder eine überwachte Datei sich verändert, landet sie wenig später im Datentresor.

Wichtig: Wer Daten online sichert, sollte das verschlüsselt tun. Bei Gigabank lassen sich die Daten auf Wunsch hochwertig mit AES 256 Bit verschlüsseln. Dann muss zwar bei jedem Login zusätzlich das Passwort für die Verschlüsselung angegeben werden, aber die Mühe lohnt sich. Das Risiko dabei: Wer seinen Schlüssel verliert, kann auf seine eigenen Daten nicht mehr zugreifen. Gigabank kann nicht mal auf Antrag die Daten entschlüsseln. Das zeigt, wie sicher die Daten sind.

Dateiversionen

Richtig praktisch ist die Möglichkeit, auch Dateiversionen im Datentresor zu sichern. Verändert sich eine Datei, kann man später auf jede einzelne Generation der Datei zugreifen. Das kostet natürlich zusätzlich Speicherplatz und wird deshalb nur auf Wunsch angeboten. Eine einmal hochgeladene Datei kann nicht mehr gelöscht werden. Auch das dient der Sicherheit, denn die häufigsten Dateiverluste entstehen durch versehentliches Löschen.

Einziger Nachteil, den ich bei Gigabank entdecken konnte: Die wirklich gut gemachte Spezial-Software zum Upload der Daten gibt es derzeit nur für Windows XP und Vista (und muckt unter Vista leider schon mal). Für Linux und Mac gibt es die Software noch nicht. Die Daten lassen sich aber auch über ein Web-Interface hochladen – was natürlich nicht so komfortabel ist, aber immerhin möglich.

Niemand muss die Katze im Sack kaufen: Bei Gigabank bekommen Interessenten derzeit in einer Sonderaktion kostenlos 1 GByte für fünf Jahre zur Verfügung gestellt. 4 GByte kosten 29,90 Euro, 10 GByte 59,90 Euro und 20 GByte 99,90 Euro, jeweils für fünf Jahre. Daten-Traffic inklusive. Eine lohnenswerte Investition. Spätestens, wenn auch nur eine Datei auf diesem Weg gerettet werden kann.