Mit Mediaplayern wie iTunes, VLC oder dem Windows Media Player wird aus dem PC ein kleines Heimkino. Mit eingebauter TV-Karte oder DVB-T-USB-Stick lassen sich am Rechner sogar Fernsehprogramme empfangen. So weit kein Problem. Schwierig ist es hingegen, vom Film oder Fernsehbild ein Bildschirmfoto (Screenshot) anzufertigen. Denn wer mit der [Druck]-Taste das Videobild in die Zwischenablage kopiert, erlebt beim Einfügen ins Grafikprogramm eine Überraschung. Statt der Filmszene ist nur ein schwarzes oder rosafarbenes Quadrat zu sehen. Was ist passiert?

Die Antwort: Video- und TV-Player verwenden zur Darstellung des Fernsehbilds einen Trick namens Overlay. Dabei wird der Film als Overlay über das einfarbige Quadrat gelegt, um die CPU zu entlasten. Die Screenshot-Funktion von Windows sieht allerdings nur das Quadrat und nicht den darübergelegten Film. Mit einem Trick klappt’s im Windows Media Player trotzdem. Hierzu im Media Player 9 und 10 den Befehl „Extras | Optionen“ aufrufen. Dann ins Register „Leistung“ wechseln und unter „Videobeschleunigung“ den Schieberegler ganz nach links auf „Keine“ schieben.

Beim Windows Media Player 11 und anderen Videoplayern klappt’s über die Systemsteuerung. In der Systemsteuerungskomponente „Anzeige“ in den Bereich „Einstellungen“ wechseln, auf „Erweitert“ klicken und die Registerkarte „Problembehandlung“ aktivieren. Hier mit gedrückter Maustaste den Schieberegler „Hardwarebeschleunigung“ ganz nach links auf „Keine“ verschieben. Dann klappt’s auch mit den Screenshots von Filmen und TV-Sendungen.

Nicht vergessen: Sobald der Screenshot angefertigt wurde, sollte die Videobeschleunigung wieder aktiviert werden, um wieder die Overlay-Technik zu nutzen und bei der Filmwiedergabe den Prozessor zu schonen.