Wer im Web etwas zeigen oder erklären möchte, zeigt am besten ein Video. Ein Film sagt eben mehr als Tausend Worte. Die Geduld, sich einen langen Text durchzulesen, nimmt dramatisch ab – auch im Web. Aber einen Film angucken, das geht irgendwie immer.

Darum greifen immer mehr Webseitenbesitzer zum Stilmittel des Webfilmchens, um ein Produkt zu zeigen oder irgendetwas zu erklären. Die gute Nachricht: Ein eigenes Video herzustellen ist heute einfach und günstig. Moderne digitale Videokameras sind wirklich erschwinglich und einfach zu bedienen, auch Laien können damit hervorragende Bilder machen. Die fertigen Filme lassen sich ins Internet stellen – kostenlos. Günstiger war PR wirklich noch nie zu haben.

Video-Software: Heute einfach zu bedienen und erschwinglich

Doch um aus gedrehtem Material einen ansehnlichen Film zu machen, braucht man eine Video-Software. Damit wird das Rohmaterial geschnitten, mit Musik unterlegt und Effekten versehen sowie nachträglich vertont. Moderne Video-Software für den semiprofessionellen Einsatz ist heute wirklich nicht mehr teuer – kann aber trotzdem eine Menge.

Apple-Benutzer sind fein raus, sie können auf iMovie zurückgreifen. Damit lassen sich schon ganz gute Ergebnisse erzielen. Windows-Benutzer müssen aber auf jeden Fall nachrüsten, denn Microsofts Movie Maker ist wirklich keine große Hilfe.

Magix-Programme eine gute Wahl

Mir gefallen die Programme der deutschen Softwareschmiede Magix, denn -Software ist übersichtlich gestaltet und einfach zu bedienen. In punkto Leistungsumfang gibt es trotzdem wenig zu meckern: Das nur 60 Euro teure „Video Deluxe 2008“ bietet im Grunde alles, was man als Hobbyfilmer braucht. Mit der Software lassen sich bequem Filme schneiden, mit Effekten und Blenden versehen, nachvertonen und am Ende wahlweise auf DVD brennen oder ins Internet stellen. Das Programm unterstützt den Benutzer mit Assistenten, wo immer möglich. Für erste Gehversuche im Bereich Video ideal.

Wer höhere Ansprüche hat, insbesondere in punkto Bildqualität, sollte jedoch zur neuen Edelversion „Video Pro X“ greifen. Die rund 350 Euro teure Software kann sich in vielen Punkten mühelos mit Profi-Software messen lassen. Mit Video Pro X lassen sich auch hoch auflösende Videos (HD) und sogar Sonys professionelles Videoformat XDCAM verarbeiten, ohne dass die Videos in ein Zwischenformat konvertiert werden müssten. Das spart Zeit – und liefert am Ende auch eine bessere Bildqualität, da nichts verloren geht.

Praktisch: Wer mehrere Monitore an seinen Rechner anschließt – was wirklich sinnvoll ist, wenn man öfter Videos schneidet –, kann die zahlreichen Bedienfenster von Video Pro X nach Lust und Laune auf diese Monitore verteilen. So lässt sich ein eigener, virtueller Schnittplatz einrichten.

Eine automatische Szenenerkennung analysiert den geladenen Film und präsentiert schon entdeckte Szenen. Das macht es leichter, gleich mit dem Schnitt zu beginnen. Schön sind die vielen nützlichen Extras. So hilft die Software etwa dabei, kleinere Drehpannen auszubessern. Beispiel: Verwackler. Die eingebaute Bildstabilisierung sorgt auf Wunsch für ein ruhiges, bei starken Verwacklungen zumindest für ein ruhigeres Bild. Dazu wird das eigentliche Bild leicht vergrößert und der relevante Teil des sichtbaren Bildes so korrigiert, dass unerwünschten Bewegungen neutralisiert werden. Leichte Verwackler lassen sich mühelos entfernen.

Viele interessante Extras

Ein großer Vorteil ist, mit wie vielen verschiedenen Bildformaten die Software klar kommt. Sowohl beim Einlesen als beim Ausspielen der Filme. Das allseits beliebte Flash-Format unterstützt Magix derzeit allerdings nicht, was ein bisschen enttäuscht.

Wenn der Film fertig geschnitten ist, entsteht auf Knopfdruck eine Videodatei – oder auch eine Video-CD oder DVD. Bis zu acht Tonspuren lassen sich für die DVD vorbereiten und abmischen. Da bleiben keine Wünsche offen. Auch das Hochladen eines Films in verschiedene Video-Plattformen wie Youtube erledigt Video Pro X auf Knopfdruck. Ein ideales Werkzeug, um Videos fürs Web herzustellen.