Am 1. März 1999 hat das Online-Auktionshaus eBay seine deutsche Filiale ebay.de eröffnet. Das bereits 1995 gegründete amerikanische Unternehmen hat damals den deutschen Onlinehändler Alando gekauft und in eBay umbenannt. Seitdem heißt es auch in Deutschland: 3-2-1 meins.

Anfangs war eBay noch eine Art Trödelmarkt. Hier haben Privatleute Sachen an Privatleute verkauft, zunächst gebrauchte Gegenstände. Das Interesse war von Anfang an groß – es wurde eifrig gehandelt, geboten und verkauft. Der Erfolg hat dann sehr schnell Leute angezogen, die professionell auf eBay einkaufen und verkaufen. Heute dominieren die Profis, denn längst werden auf eBay auch Neuwaren verkauft. eBay ist zum größten Marktplatz der Welt geworden.

Doch mit dem Erfolg kamen auch die Probleme: Immer öfter wurde auf eBay betrogen, was viele Käufer verunsichert hat. eBay hat Bewertungssysteme eingeführt und Schutzmechanismen, doch betrogen wird nach wie vor. Eine vollständige Sicherheit gibt es eben nicht. Das und die wachsenden Gebühren haben der Popularität von eBay enorm geschadet. Seit einigen Monaten geht die Zahl der bei eBay eingestellten Artikel spürbar zurück.
Längst ist eBay nicht mehr der Trödelmarkt von einst, wo man Kuriositäten und Schnäppchen finden kann. Die werden mittlerweile woanders eingestellt und gehandelt, vor allem in alternativen Auktionsportalen wie www.hood.de. Auf eBay wiederum werden immer mehr Produkte zum Festpreis verkauft, einige Experten schätzen, dass bereits rund 50 Prozent der Artikel zum Festpreis gehandelt werden – mit einer Auktionsplattform hat das nichts mehr zu tun.