Einen virtuellen Stadtbummel durch Köln machen – das geht jetzt. Mit Sightwalk ist ein neues Projekt an den Start gegangen, das Google Street View Konkurrenz machen will. Sightwalk bietet einen wirklich gut gemachten 3D-Rundumansichtenspaziergang durch Köln. Wichtige Gebäude sind mit einem zusätzlichen Logo versehen. Ein Klick, und es gibt Zusatzinfos, in der Regel von Wikipedia.

Während Google mit schwarzen Autos durch die Stadt fährt, um die Bilder einzufangen, setzen die Machersightwalk von Sightwalk ein deutlich kleineres Fahrzeug ein. Vorteil: Sie können auch Bilder in Fußgängerzonen machen. So entsteht eher ein virtueller Rundgang als eine Rundfahrt durch die Stadt.

Die Bildqualität ist enorm, man kann sich umschauen und per Mausklick in alle Richtungen laufen. Anders als bei Google Street View ist es bei Sightwalk allerdings nicht möglich, zu zommen – was angesichts der guten Bildqualität aber auch nicht wirklich erforderlich scheint.

Gesichter von Passanten und KfZ-Kennzeichnen werden unkenntlich gemacht, damit man nichts erkennen kann – Google macht es mittlerweile genauso. Allerdings klappt das mit dem Verfremden bei Sightwalk (noch) nicht hundertprozentig. Ich habe Autos entdeckt, deren Nummernschilder man mühelos erkennen kann, da völlig unbearbeitet.

Der Service selbst ist kostenlos. Shopbetreiber oder Geschäftsleute können im Angebot virtuelle Visitenkarten hinterlassen, wichtige Infos online stellen oder auch Innenansichten präsentieren, etwa vom Ladenlokal oder Restaurant. Das ist dann allerdings gebührenpflichtig – und das Geschäftsmodell des Dienstes. Insgesamt also alles so ähnlich wie bei Google. Allerdings sind noch keine deutschen Städte bei Google Street View zu sehen, da hat Sightwalk also einen zeitlichen Vorsprung.

Gestartet ist der neue Dienst mit Köln. Im Mai sollen Düsseldorf und München folgen, später Hamburg, Berlin und Bonn.

1 Antwort
  1. Jürgen Gräbel
    Jürgen Gräbel sagte:

    Eine wunderbare Möglichkeit, sich auf Wochenendausflüge vorzubereiten. Hoffentlich wird das Angebot bald erweitert, so dass auch Mittelstädt erfasst werden.

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