Ob “Ratatouille”, “Die Unbesiegbaren” oder “Shrek”: Computeranimierte Trickfilme sind der Renner. Sie entstehen normalerweise in speziellen Animationsstudios in Hollywood oder im Silicon Valley und sind in der Regel sündhaft teuer. Es gibt allerdings auch Animationsfilme, die gar nichts gekostet haben, da ein Heer von Freiwilligen sie herstellt. Der neueste auf diese Art hergestellte Film heißt “Live Music”, ein fünfminüter Animationsfilm, der so gut ist, dass er demnächst sogar als Vorfilm zum neuen Kinofilm “Planet 51” laufen wird.

“Live Music” ist 5 Minuten lang (hier gibt es den Tailer in HD zu sehen), wunderbar animiert, technisch brillant, auch mit tollem Sound. Den Zuschauer erwarten liebevoll animierte Musikinstrumente, ein bisschen Abenteuer, eine Prise Spannung und jede Menge Emotionen. Im Film selbst wird nicht gesprochen. So funktioniert der Film ohne Übersetzung in der ganzen Welt.

Das Besondere an Live Music ist, dass man ihn nicht nur im Kino sehen kann, sondern auch im Internet, dort ist er auch entstanden. Über Facebook haben sich Hunderte Freiwillige zusammengetan und an dem Animationsfilm gearbeitet. Jeder hat sein Bestes gegeben – und wer nicht selbst Animationsfilme machen kann oder Musik einspielen, konnte doch zumindest mitbestimmen. Jeder Facebook-Benutzer hatte die Gelegenheit, Inhalte zu bewerten. Ist diese Szene cool, ist diese Idee plausibel, macht das einen guten Eindruck? So ist ein Animationsfilm entstanden, der sich wirklich sehehn lassen kann.

Start des neuen Streifens: Thanksgiving, im Oktober, wenn der neue Kinofilm Planet 51 in die Kinos kommt. Auch auf diese Weise hergestellte Animationsfilme machen also heute Marketing…

“Live Music” ist zwar das erste Projekt, das über Facebook organisieren wurde – und angeblich das größte Projekt, über 50.000 Menschen haben mitgemacht und zumindest mal abgestimmt. Doch es gab bereits andere Animationsfilme, die von Freiwilligen erstellt wurden, “Big Buck Bunny” zum Beispiel, ein anderer toll gemachter Animationsfilm, sowie einige andere.

Während die Gemeinschaftsarbeit bei Filmen ganz gut zu funktionieren scheint, misslingt das Prinzip bei Büchern. Der Buchverlag Penguin hatte mal die Idee, einen kollaborativen Roman entstehen zu lassen. Diese Idee musste beerdigt werden, weil sich die User gegenseitig den Plot ruiniert haben, da hat es nicht funktioniert.

Projektseite “Live Music” von Massanimation auf Facebook

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