Seit wann gibt es eigentlich das Internet? Irgendwie könnte man fast meinen, schon immer. Zumindest möchten sich viele (auch ich) keine Welt ohne Internet mehr vorstellen.

Doch in Wahrheit ist das Internet eine relativ junge Erfindung.

Der Durchbruch ist dem Internet in den 90er Jahren gelungen, zum Massenphänomen hat sich die Sache Ende der 90er Jahre entwickelt. Der Grundstein wurde allerdings vor genau 40 Jahren gelegt. Im Herbst 1969 haben einige Wissenschaftler und Techniker zum ersten Mal vier Universitätscomputer zu einem Netzwerk zusammengeschlossen: Zum ersten Mal konnten die Großrechner der UCLA (University of Los Angeles), des Stanford Research Institute, der University of California in Santa Barbara sowie der University of Utah sich miteinander unterhalten, Daten austauschen.

arpanetDieses Netzwerk, Arpanet genannt (Advanced Research Projects Agency Network), ist quasi die Wiege des Internet. Auftraggeber war das Militär. Ziel des Ganzen: Ein Netzwerk zu schaffen, das praktisch unzerstörbar ist, dem es nichts ausmacht, wenn einzelne Rechner oder Rechnerverbindungen ausfallen. Ein unzerstörbares Datennetzwerk, dem auch die zerstörerische Kraft kriegerischer Auseinandersetzungen nichts anhaben kann – ein Traum für Militärs.

Ohne diese – nennen wir es mal schmeichelhaft – Vision von damals gäbe es das Internet wie wir es heute kennen nicht. Die Anforderungen des Militärs, ein flexibles, robustes und offenes Netzwerk zu schaffen haben sich insgesamt bewährt.

An Twitter, Spam und Hacker hat freilich noch niemand gedacht, als vor 40 Jahren zum ersten Mal Datenpakete zwischen den Rechnern auf die Reise geschickt wurden.