Es ist schon verdammt spannend zu sehen, wie sich Mobiltelefone entwickeln. Zuerst waren Sie nur zum Telefonieren gedacht, dann kamen SMS und die weniger beliebten MMS dazu. Irgendwann wurde das Handy dann zu Digitalkamera und mittlerweile dient es auch als PC-Ersatz für unterwegs, mit dem man E-Mails versenden und im Internet surfen kann.

Doch damit ist noch lange nicht Schluss – wenn man zumindest an das Potenzial von Augmented Reality glaubt. Zugegeben diese Technik steckt noch im Anfangs- und Erprobungsstadium und ist noch weit weit weg vom Mainstream, aber erste Handy-Anwendungen und Konzepte können schon begeistern. Ganz kurz: Augmented Reality erweitert die Wirklichkeit um virtuelle Elemente, die sich als Ebene zwischen unsere Augen und die Umwelt legen, wenn wir etwa durch die Handy-Kamera schauen.

Wem das zu abstrakt klingt, sollte sich ein konkretes Beispiel anschauen: Das iPhone-3GS-Programm „Metro Paris Subway“. Wer es auf dem iPhone installiert und gerade in Paris unterwegs ist, sieht auf dem Display in welche Richtung die nächste U-Bahn-Station liegt, wenn er die Handy-Kamera anschaltet. Die Informationen werden direkt auf dem Display zusammen mit dem Videobild der Umgebung angezeigt. Richtet man die Kamera auf den Boden, erscheinen dort Pfeile, die zur U-Bahn führen (siehe Video). Neben Haltestellen zeigt die App auch, in welcher Richtung sich die nächsten Points of Interest wie etwa Restaurants oder Hotels befinden – und da in bis zu einem Kilometer Entfernung. Fahr- und Liniennetzpläne gehören auch zur Ausstattung des Programms.

Erhältlich ist „Metro Paris Subway“ im App Store für 79 Cent. Wer die Augmented-Reality-Features nutzen will, braucht zwingend ein iPhone 3GS. Mit älteren iPhone-Modellen geht das nicht.

httpv://www.youtube.com/watch?v=UMEnIRvAOoY