Es war ein Wettbewerbsverfahren von vielen: Die EU hatte sich Microsoft vorgeknöpft, weil Microsoft Windows serienmäßig nur mit dem Internet Explorer ausgestattet ist, andere Browser deswegen einen schwereren Stand haben. Eine Wettbewerbsverzerrung, meinte die EU-Kommission – und kurzzeitig schien es so, als könnte sogar die Markteinführung von Windows 7 gefährdet sein, von Strafen in Millionenhöhe ganz zu schweigen.

Doch nun haben EU und Microsoft ihren Disput beigelegt. Künftig haben Windows-Benutzer freie Auswahl, mit welchem Browser sie arbeiten wollen. Sie können selbst bestimmen, ob es Internet Explorer, Firefox, Opera, Chrome, Safari oder ein anderer Browser sein soll. In den Genuss kommen alle Benutzer von Windows XP, Vista und Windows 7, denn die Auswahl wird (auch) über die Update-Funktion bereitgestellt. Der Benutzer kann wahlweise mehrere Browser installieren, oder den Standard-Browser Internet Explorer auch einfach komplett ersetzen.

Damit kein Browser im Auswahlfenster Vorteile hat, werden die Browser in zufälliger Reihenfolge angezeigt, also bei jedem Aufruf in einer anderen Aufstellung. So hat der Benutzer wirklich die freie Wahl und kann sich ganz gezielt entscheiden.

Ich finde es gut, dass es diese Auswahlfunktion künftig gibt, bin allerdings der Meinung, dieselben Spielregeln sollten auch für Apple gelten. Denn wer einen Apple kauft, wird auch sanft gezwungen, mit Safari zu surfen – obwohl es auch für die Mac-Welt eine Auswahl an Browsern gibt.

2 Kommentare
  1. Oldie44
    Oldie44 sagte:

    Wie steht es dann ohne den IE um die Updates für Windows, insbesondere die automatischen?
    Wird MS das regeln oder sonnen sich ein paar Beamte nur in einem Scheinerfolg?

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