Was muss man eigentlich machen, um ein Testgerät vom iPad zu bekommen? Eine Million Geräte sind bereits im Umlauf – in den USA.

Aber die Pressestelle von Apple sieht sich nicht in der Lage, das Entwicklungsland Deutschland mit Geräten zu versorgen, die man in einen Testpool packt und Journalisten zum Test zur Verfügung stellt – so wie das gute und sinnvolle Tradition ist.

Denn wie sonst soll ein Journalist sich selbst einen Eindruck von einer Hardware machen, die er nicht selbst besitzt? Wie soll er aus eigener Hand berichten (und das darf beim iPad ja wörtlich verstanden werden), was ein Gerät taugt?

Genau davor scheint Apple Angst zu haben. Denn in Deutschland jedenfalls gibt es KEIN Testgerät vor der offiziellen Markteinführung. Das wurde mir soeben von der Pressestelle von Apple bestätigt (oder besser: von der Agentur, die Apple betreut).

Absurd: Anscheinend sollen wir Journalisten erneut, wenn das Gerät auf den Markt kommt, darüber berichten, ohne es vorher in Augenschein nehmen zu können.

Nein, da weigere ich mich diesmal. Diesmal wird es dann eben KEIN Angeklickt zum iPad in Deutschland geben können. WDR Fernsehen, Tagesschau, 1Exrra werden darauf also verzichten müssen. Und Blog-Leser eben erst später darüber lesen können – dann umso kritischer, denn bestellt habe ich ein Gerät, als Privatmann, denn natürlich muss man als Journalist wissen, was sich in diesem Segment tut. Nur wäre es im Interesse der (zahlenden) Kunden, möglichst früh informiert zu werden.

Schade, dass das nicht geht.

14 Kommentare
  1. Bild Geschenk
    Bild Geschenk sagte:

    IPad finde ich allein aus dem Grunde super weil es einfach cool aussieht und ist einfach zu bedienen.

    Allein dafür lohn sich die Anschaffung.

  2. Jörg Schieb
    Jörg Schieb sagte:

    Eben! Wer sich nicht vor den PR-Karren spannen lassen will, muss das Gerät natürlich selbst in Augenschein nehmen. Natürlich gibt es aber auch einen Aktualitätszwang. Ich kann nicht eine Woche nach Markteinführung mit dem Thema kommen, sondern muss – in einem tagesaktuellen Medium – an dem Tag berichten, an dem alle darüber reden, und das ist nunmal der Tag der Markteinführung. Das ist vollkommen eindeutig und nicht zu ändern. Eine Woche später wirkt das wie ein lahmes Nachklappen, das kann man nicht bringen.

  3. Jörg Schieb
    Jörg Schieb sagte:

    Sie sollte aber insgesamt nur einmal erscheinen; durch Cookie gewährleistet (es sei denn, man surft im Privatmodus, natürlich), Ich werde das mal untersuchen – und nach einer geeigneteren Methode fahnden. Sowas darf nicht lästig sein. Danke für die Hinweise.

  4. Rast
    Rast sagte:

    irgendwie verstehe ich nicht so ganz die Aufregung. Dass man als Journalist gern “Erlkönige” enttarnt, okay, aber dass man sich für öffentlich rechtliche Medien unbedingt vor den PR-Karren spannen lassen will, muß doch nicht sein. Meiner Meinung nach reicht es vollkommen aus, wenn ein Bericht nach Markteinführung unter Einbeziehung der Konkurrenzprodukte und des (Mehr-)Nutzens über die Sender läuft. Enthusiasten davon abzuhalten, Statussymbole einer bestimmten Marke zu kaufen, klappt nur bedingt. Letztens las ich übrigens über die Entwicklung eines Notebooks. wo der Bildschirm abgenommen und dann als Touch benutzt werden kann. Dann wäre z.B. auch die MS-World integriert und ein Grund aufgezeigt, warum Apple im Marketing die Neidstrategie fährt.

  5. Rainer
    Rainer sagte:

    “[…] was die “wandernde” Werbeanzeige anbekangt: Die sollte nur einmal erscheinen”

    Ja, tut sie – jedesmal, wenn ich einen Artikel aufrufe (dann aber tatsächlich nur einmal.

  6. Jörg Schieb
    Jörg Schieb sagte:

    Das werde ich selbstverständlich machen, eine andere Wahl habe ich sowieso nicht – auch wenn es wohl kaum ein iPad-Killer sein wird. 🙂

  7. Jörg Schieb
    Jörg Schieb sagte:

    Das ist richtig (wo das iPad schon getestet wurde). Und das muss dann reichen, andere Journalisten müssen sich das Gerät dann nicht mehr anschauen? Eine Fernsehsendung jedenfalls kann man ohne physikalisch vorhandenes Gerät nicht herstellen!! Und was die “wandernde” Werbeanzeige anbekangt: Die sollte nur einmal erscheinen. 🙂

  8. Susanne A.
    Susanne A. sagte:

    Das iPad wurde bereits ausführlich getestet. Nicht nur von hervorragenden amerikanischen Journalisten, wie Walter Mossberg. Auch Heise hatte im vorletzten Heft einen sehr guten ersten Testbericht.
    Viel schlimmer finde ich die Überschüttung mit auf dem Bildschirm herumschwimmenden Werbeanzeigen auf diesem Blog.
    Viele Grüße,
    Susanne A.

  9. thomas
    thomas sagte:

    @ jörg/stefan/kenerra:

    die welt ist schlecht, amerika schlechter und apple am schlechtesten – das ist ja hinlänglich bekannt.

    ich schlage vor, alternativ doch beim deutschen hersteller neofonie nach einem demo-gerät des (in trollwelten prognostizierten ipad-killers) wepad zu fragen – ihr habt da sicher mehr erfolg 😉

  10. Stefan Meissner
    Stefan Meissner sagte:

    Es ist unglaublich. Schon die Spiegel-Titelgeschichte hat ja klar gemacht, in welchen Sphären Apple schwebt. Bei Google und Facebook ist es ja nicht viel anders. Diese amerikanischen Firmen betrachten die Welt nur als “Melkkühe” – Benehmen gibt es hier nicht.

  11. Kenerra
    Kenerra sagte:

    <Nur wäre es im Interesse der (zahlenden) Kunden, möglichst früh informiert zu werden.

    Wozu sollten Apple die Kunden interessieren?
    Solange die leute bei Einführung zum teil extra nach Amerika fliegen,nur um ja nen ipad zu bekommen,und der erste kerl da sogar nen ÖR Mitarbeiter ist,würde ich mich bei Apple absolut freuen.

    Außerdem ist apple nen privates unternehmen und die dürfen ja machen was sie wollen.
    Komisch nur das man bei Vermietern,oder "abzock abos" oder irgendwelchen falschen Telefontarifen das ganz anders sieht!

    Aber gut offenbar sind Mobilfunkunternehmen und "abofallen" im Internet staatliche Unternehmungen.

    http://forum.golem.de/sonstiges/trollwiese/gaengelung-typisch-deutsche-tugend/98,2242821,2242837,read.html#msg-2242837

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