Der Streit um die Netzneutralität: Was ist das eigentlich?

Manchmal wird es schon fast ein bisschen eng im Internet, denn es werden immer mehr Daten von A nach B übertragen, immer größere Datenmengen. Vor allem Videos und Musik verbrauchen ziemlich viel Bandbreite. Wenn zu viele Daten gleichzeitig übertragen werden müssen, knubbelt es sich, die Daten werden langsamer übertragen als gewöhnlich. Vor allem bei Streamingangeboten, etwa Live-Videos, kann das dann zu Bildaussetzern führen.

Deshalb plädieren manche Anbieter für eine Aufhebung der so genannten Netzneutralität. Bislang sind alle Daten gleichberechtigt im Netz unterwegs, egal ob private E-Mails, Webseiteninhalte, Musik oder top-aktuelle Livebilder übertragen werden, ob nun Privatleute etwas im Netz verschicken oder Megakonzerne wie Google, Microsoft oder Apple. Niemand wird bevorzugt. Alle sind gleich.

Wenn die Netzneutralität aufgehoben würde, wären manche Datenpakete auf der Überholspur unterwegs, würden bevorzugt im Netz transportiert. Gegen entsprechende Gebühr, versteht sich. Man kann sich denken, welche Daten dann bevorzugt transportiert würden: Von Anbietern, die sich die bevorzugte Behandlung leisten können.

Ich finde: Das ist keine gute Lösung – weil sie nicht dem Wesen und Konzept des Internet entspricht. Wir brauchen keine VIP-Lounge für Daten, keine gebührenpflichtige Überholspur für Deluxe-Daten. Wir brauchen gut funktionierende Datennetze. Die Kosten dafür müssen auf alle umgelegt werden.

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