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Google hat Einspruchsfrist von Google Streetview verlängert: Doch die gepixelten Häuser kommen doch ins Web

20.08.2010 | Von Jörg Schieb

Tipps

Für alle sichtbar – oder diskret gepixelt? Eine Frage, die sich im Augenblick viele stellen. Denn jeder kann entscheiden, ob sein Haus künftig bei Google Streetview sichtbar sein soll – oder eben nicht. Wer sich unwohl bei dem Gedanken fühlt, dass die eigene Hausfassade als Foto in Google Streetview landet, kann seit dieser Woche Widerspruch einlegen. Online. Google hat die Widerspruchsfrist bis Mitte Oktober verlängert.

Nur: Was wird es eigentlich bringen, sein Haus verpixeln zu lassen? Auch ein derart unkenntlich gemachtes Haus ist nicht wirklich verschwunden. Villa oder Plattenbau – das wird man auch gepixelt noch erkennen können. Auch die Nachbarschaft, die nähere Umgebung bleibt. Allzu viel wird sich also nicht verschleiern lassen.

Wenn überhaupt. Denn ein Hobbyfotograf will allen, die Widerspruch bei Google Streetview einlegen, einen Strich durch die Rechnung machen. Der IT-Berater Jens Best will jedes Haus, das in Google Streetview verpixelt wurde, auf eigene Faust fotografieren – und die Fotos später ins Internet stellen. Die Bilder lassen sich auf Google Maps veröffentlichen – und unter der jeweiligen Adresse finden.

Das wird sich schwer verhindern lassen, denn grundsätzlich gilt das Recht auf so genannte Panoramafreiheit. Jedes öffentlich zugängliche Gebäude darf fotografiert und das Bild veröffentlicht werden. Die Aktion ist ein Protest gegen den Protest.




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3 Kommentare to “Google hat Einspruchsfrist von Google Streetview verlängert: Doch die gepixelten Häuser kommen doch ins Web”

  1. BernKoeln meint:

    Haben Mieter denn ein Recht auf Verpixelung? Wenn ja, Verpixelung des gesamten Hauses oder nur ihrer Wohnung? Dann kann man ja auch die Bruchbude neben dem eigenen Luxusobjekt verpixeln lassen.
    Oder umgekehrt, der gewerbliche Mieter des Erdgeschosses möchte unbedingt sichtbar sein, der Vermieter jedoch verpixeln lassen? Gilhorn hat Recht, da wird noch manches, eigentlich ja fast noch alles Rechtliche zu klären sein.
    Ich muss mir doch mal Googles Verpixelungsformular ansehen.
    Haben denn eigentlich die üblichen Verdächtigen noch nicht gegen dieses Formular geklagt, oder z. B. wg. Herbeiführung eines Tatbestandes zur unberechtigten Erhebung persönlicher Daten, ersatzweise wg. Nötigung?

  2. Gilhorn meint:

    Es wird in verschiedenen Portalen, in denen sich Hauseigentümer und Vermieter tummeln, die Meinung vertreten, dass es doch für künftige neue Mieter sehr informativ ist, dass diese sich im Vorfeld das Haus oder die Lage der Wohnung bei Google Streetview ansehen können. Diese Möglichkeit sei sehr werbewirsam.
    Nun hat sich dort die Frage gestellt, was ist, wenn ein Mieter im Haus diesen Antrag auf Verpixelung stellt, aber der Eigentümer eigentlich sein Haus gerne gezeigt hätte. Wie sieht denn dann die Rechtslage aus? Gehen die Interessen des Mieters über die Interessen des Eigentümers? Kann der Eigentümer die ungewollte Verpixelung wieder rückgängig machen? Rein rechtlich ist die Sache der Verpixelung völlig unausgegoren und kann zu Streitereien führen. Bin gespannt, wie die Gerichte urteilen, wenn diese sich mit solchen Fällen herumschlagen müssen.

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  1. […] mögliche getan, um den US-Internetriesen an den Pranger zu stellen, weil dieser mit Kameras durch die Straßen fährt und Bilder von Gebäuden macht, um diese für 3D-Ansichten von Städten online zu […]