Google will uns besser kennenlernen. Das ist keine Drohung, auch wenn Datenschützer das vielleicht so sehen, sondern ein Versprechen. Ein Versprechen, das Google-Chef Eric Schmidt auf der IFA gemacht hat, auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin. Schmidt hat angekündigt, dass Google in Zukunft besser passende Fundstellen präsentieren soll, also relevantere Ergebnisse.

Klingt gut – geht aber nur, wenn Google seine Benutzer besser kennt. Wenn Google die Vorlieben, Interessen und Lieblingsthemen eines Benutzers bekannt sind, etwa weil die Suchanfragen aus der Vergangenheit analysiert, die E-Mails im Posteingang gescannt und vielleicht auch noch die mit Google Chrome angesteuerten Webseiten ausgewertet wurden, lassen sich die Suchtreffer in der Tat besser filtern und optimieren.

Bedeutet aber auch: Google will in Zukunft (noch) mehr Daten sammeln.

Eine zweischneidige Sache. Bessere Suchergebnisse wünschen wir uns natürlich alle. Aber auf Kosten des Datenschutzes? Wie gläsern will man sich machen, um bessere Ergebnisse präsentiert zu bekommen? Das wird eine ziemlich interessante Diskussion…